Gewaltsame WM-Ausschreitungen am Jahnplatz: Polizei fahndet mit Sonderkommission
Moritz NeumannGewaltsame WM-Ausschreitungen am Jahnplatz: Polizei fahndet mit Sonderkommission
Die Polizei ermittelt nach gewalttätigen Ausschreitungen in der Nähe des Jahnplatzes während der Feierlichkeiten zur FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Die Behörden betonen, dass alle Gesetze ausnahmslos gelten – auch während des Großereignisses. Eine Sonderkommission arbeitet nun daran, die Beteiligten zu identifizieren.
Die Unruhen begannen, als sich eine Gruppe von etwa 70 Personen versammelte, die offenbar zu Gewalt bereit war. Beamte setzten Pfefferspray ein, um die Menge zurückzudrängen, doch die Gruppe reagierte, indem sie die Polizei mit Glasflaschen und einem Fahrrad beworfen hat.
Ein 26-jähriger Türke aus Steinhagen wurde wegen Verstößen gegen die öffentliche Ordnung angezeigt. Zudem provozierte er einen Polizeihund und erlitt leichte Verletzungen durch einen Biss. Die Ermittler werten nun Handyvideos aus, um Täter bestimmten Straftaten zuzuordnen.
Die Untersuchungen erstrecken sich über den Jahnplatz hinaus auch auf die umliegenden Seitenstraßen. Zeugen werden vernommen, und die Bevölkerung kann über das Hinweisportal der Polizei Nordrhein-Westfalen Fotos oder Videos einreichen. Ziel der Sonderkommission ist es, alle Straftaten aufzuklären und jeden Beteiligten an den Ausschreitungen zu identifizieren. Die Behörden analysieren weiterhin Beweismaterial, darunter Videoaufnahmen und Zeugenaussagen. Die Ermittlungen dauern an.
