08 May 2026, 16:02

Gerresheimer warten seit 20 Jahren auf den Fußgängertunnel – jetzt wird entschieden

Eine Fußgängerbrücke mit Menschen darauf, darunter Fahrzeuge und im Hintergrund Gebäude, Bäume und Himmel, mit einer Person auf der rechten Seite.

Gerresheimer warten seit 20 Jahren auf den Fußgängertunnel – jetzt wird entschieden

Gerresheimer Bürger könnten endlich den lange erwarteten Fußgängertunnel unter den Bahngeleisen erhalten

Seit mehr als zwei Jahrzehnten setzen sich Anwohner und Politiker für das Projekt ein, das Radfahrern und Fußgängern eine schnellere Verbindung verspricht. Nun steht die Stadt vor der Entscheidung zwischen zwei Varianten: einem Tunnel oder einer hochwertigen Überführung.

Die Idee eines Tunnels gewann erstmals 2010 an Fahrt, als ein siegreiches Design präsentiert wurde. Doch die hohen Kosten stoppten die Pläne vorerst. Seither üben Initiativen Druck auf den Rat aus, eine Lösung zu finden.

Aktuell liegen zwei Vorschläge auf dem Tisch: Ein Fußgängerdurchgang für rund 40 Millionen Euro, wovon voraussichtlich etwa 18 Millionen Euro durch Fördermittel gedeckt werden könnten. Die zweite Option ist eine hochwertige Querung mit Radwegen für 17 bis 23 Millionen Euro, wobei die Deutsche Bahn-Tochter DB InfraGO voraussichtlich die Hälfte der Kosten tragen würde.

Der Tunnel würde eine direkte, schnelle Verbindung für Radfahrer und Fußgänger schaffen. Die Brücke wäre zwar länger, würde aber einige der Konflikte vermeiden, die bei einer unterirdischen Lösung entstehen könnten. Barrierefreiheit war ebenfalls Teil des ursprünglichen Tunnelplans – mit Aufzügen in der Planung.

Letzte Woche stimmte der Ordnungs- und Verkehrsausschuss (OVA) einstimmig für den Tunnel. Die Entscheidung folgt auf die jüngste Ankündigung von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, der für den Stadtteil Heerdt eine ähnliche Lösung vorstellte. Dies ließ einige Gerresheimer Bürger fragen, warum ihr Stadtteil so lange warten musste.

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Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen erkennt die städtebaulichen Vorteile des Tunnels an und geht davon aus, dass Teile des Projekts Anspruch auf zusätzliche Fördergelder haben könnten.

Die Tunnelvariante geht nun mit breiter Unterstützung in die nächste Phase. Falls gebaut, würde er eine schnellere und sicherere Verbindung unter den Gerresheimer Gleisen bieten. Die endgültige Realisierung hängt jedoch von den anstehenden Finanzierungsgesprächen und Genehmigungen ab – nach Jahren der Verzögerung.

Quelle