Funk in der Kritik: Warum die Bibel als "Müll" auf dem Mond polarisiert
Felix SchneiderFunk in der Kritik: Warum die Bibel als "Müll" auf dem Mond polarisiert
Die digitale Plattform Funk, ein Angebot von ARD und ZDF für ein junges Publikum, steht erneut in der Kritik – diesmal wegen eines Instagram-Beitrags, in dem die Bibel als „Müll“ bezeichnet wurde. Die Redaktion verteidigt die Wortwahl und den Kontext der Veröffentlichung.
In dem Beitrag zählte Funk die Bibel zu Gegenständen wie Asche, Golfbällen und Beuteln mit menschlichen Fäkalien, die als Beispiele für „Müll auf dem Mond“ aufgeführt wurden. Die Plattform argumentiert, der Begriff beziehe sich auf von Menschen hinterlassene Objekte und sei nicht als Beleidigung gemeint.
Funk erklärte, dass bei der Rückkehr von Raumfahrzeugen vorrangig Mondgestein mitgenommen werde. Abfälle wie Fäkalien, Urin oder Erbrochenes blieben daher oft zurück. Die Redaktion betonte zudem, der Ausdruck „Müll“ sei wertneutral verwendet worden.
Bereits Anfang dieses Jahres hatte Funk in einem Social-Media-Post die Abkürzung „v. u. Z.“ statt „vor Christus“ genutzt. Das Team begründete dies als neutrale Zeitangabe und nicht als bewusste Vermeidung christlicher Begriffe. Man verwies darauf, dass der Duden„v. u. Z.“ (für „vor unserer Zeitrechnung“) als gültige Variante führt.
Die Plattform stellt klar, dass die Formulierungen in diesen Beiträgen keine verbindliche Vorgabe für alle Inhalte darstellen. Es ist nicht das erste Mal, dass Funk für vermeintlich christenfeindliche Inhalte kritisiert wird.
In beiden Fällen hält Funk an seinen redaktionellen Entscheidungen fest. Man beharrt darauf, die Sprache sei sachlich und kontextuell angemessen gewesen. Die Debatten zeigen, wie stark die Berichterstattung der Plattform zu sensiblen Themen unter Beobachtung steht.






