21 April 2026, 10:03

Freispruch für Joana Marques: Wie ein satirisches Video Portugal polarisierte

Ein Mann im Anzug spricht an einem Podium mit einem Mikrofon und blickt auf eine Menge hinter einem Banner, wahrscheinlich diskutiert er ein Regierungsverbot der sozialen Medien.

Freispruch für Joana Marques: Wie ein satirisches Video Portugal polarisierte

Die portugiesische Influencerin und Radiologin Joana Marques ist im viel beachteten Verleumdungsprozess Anjos gegen Joana Marques vollständig freigesprochen worden. Das Urteil, das am 3. Oktober 2025 verkündet wurde, beendet einen Rechtsstreit, der durch ein satirisches Video ausgelöst worden war, das sie veröffentlicht hatte. Marques setzt unterdessen ihre landesweite Tournee fort, gibt Einblicke in ihre Sicht der Kontroverse und bereitet gleichzeitig eine neue Show vor.

Im Mittelpunkt des Prozesses stand ein Video, das Marques erstellt hatte und das das Pop-Duo Anjos als rufschädigend ansah. Das Gericht wies alle Anklagepunkte zurück und begründete dies damit, dass es keine Beweise dafür gebe, dass ihr Inhalt das Leben oder die Karrieren der Kläger negativ beeinflusst habe. Nach dem Urteil nahm Marques ihre ausverkaufte Tournee wieder auf und füllte 17 Veranstaltungsorte in Porto und Lissabon.

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Noch vor Beginn des Prozesses hatte sie bereits Locations für ihr neues Projekt Em Sede Própria (In meinem eigenen Raum) gebucht. Die Show wird ihre beiden Rollen als Medizinerin und Online-Persönlichkeit verbinden und so ihre doppelte Identität widerspiegeln. Zudem kündigte sie an, auch nach dem Rückzug ihres langjährigen Partners Bumba na Fofinha weiter mit ihm zusammenzuarbeiten.

Kürzlich reagierte Marques auf Äußerungen der TV-Moderatorin Cristina Ferreira, die ihr eine "komplizierte Beziehung zur Meinungsfreiheit" vorwarf. Marques warf Ferreira vor, deren öffentliche Aussagen trügen "eine Art unterschwelligen Sexismus" in sich.

Mit dem abgeschlossenen Rechtsstreit konzentriert sich Marques nun auf ihre neue Show und die laufende Tournee. Der Freispruch bestätigt ihr Recht auf freie Meinungsäußerung, während ihre anstehenden Projekte auf eine weiterhin prägende Präsenz in Unterhaltung und öffentlicher Debatte hindeuten. Die Zusammenarbeit mit Bumba na Fofinha und der Erfolg ihrer Live-Auftritte zeigen, dass ihr Einfluss unvermindert stark bleibt.

Quelle