31 May 2026, 16:02

Forschungsprojekt ZEROES verwandelt Bauschutt in klimapositives Baumaterial

Kohlenstoffdioxid-Emissionen reduzieren mit klimapositiven Baustoffen

Forschungsprojekt ZEROES verwandelt Bauschutt in klimapositives Baumaterial

Neues Forschungsprojekt will CO₂-Emissionen im Baugewerbe senken – durch die Umwandlung von Abfällen in nachhaltige Baumaterialien

Am 3. Juli 2024 gestartet, setzt die Initiative ZEROES darauf, herkömmliche Bindemittel durch recycelte Carbonate zu ersetzen. Damit könnte die starke Abhängigkeit der Branche von energieintensiven Verfahren sowie von riesigen Mengen an Sand und Kies verringert werden.

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Der Bausektor verbraucht derzeit jährlich rund 40 Milliarden Tonnen Sand und Kies – ein Großteil davon fließt in die Zementproduktion, dem weltweit meistgenutzten Bindemittel. Doch dessen Herstellung verursacht erhebliche CO₂-Emissionen. Das ZEROES-Projekt, geleitet vom Fraunhofer-Institut UMSICHT in Oberhausen, will hier Abhilfe schaffen, indem es Carbonate aus recyceltem Bauschutt einsetzt.

Statt klassischer Bindemittel sollen diese Carbonate in Beton und Kalksandsteine eingebunden werden. Eine zentrale Innovation besteht darin, CO₂ direkt während der Herstellung in Kalksandsteine einzulagern – statt es freizusetzen. Zu den Projektpartnern zählen das Betonwerk Büscher und Rohstoffbauwerke, die ihr Know-how in Materialentwicklung und Bauwesen einbringen.

Ziel ist die Entwicklung klimapositiver Baumaterialien, die nicht nur Emissionen reduzieren, sondern auch Abfälle wiederverwerten. Gelingt der Ansatz, könnte er eine skalierbare Lösung für nachhaltigere Baupraktiken bieten.

Das ZEROES-Projekt ist ein wichtiger Schritt, um den CO₂-Fußabdruck mineralischer Baumaterialien zu verringern. Durch den Einsatz von Recyclingabfällen und die Integration von CO₂ in die Produktion will das Team eine tragfähige Alternative zu herkömmlichen Bindemitteln schaffen. Die Ergebnisse könnten künftige Vorschriften und Branchenstandards für umweltfreundlichere Bauweisen prägen.

Quelle