27 June 2026, 02:03

Faire Rente: Krings fordert Bonus für körperlich schwere Berufe

FREIHEITSVOTER in Nordrhein-Westfalen fordern Karrierebonus bei der Rentenreform

Faire Rente: Krings fordert Bonus für körperlich schwere Berufe

Ralf Krings, Landesvorsitzender der Freien Wähler in Nordrhein-Westfalen, hat eine neue Rentenformel vorgeschlagen. Diese würde es Beschäftigten in körperlich anstrengenden Berufen ermöglichen, für jedes Arbeitsjahr einen Monat früher ohne Abzüge in Rente zu gehen. Er kritisiert, dass das aktuelle System für Menschen in solchen anspruchsvollen Tätigkeiten nicht gerecht sei.

Krings hält es für inakzeptabel, dass Pflegekräfte, Dachdecker oder Tischler oft deutlich länger arbeiten müssen, bis sie in den Ruhestand gehen können. Diese Berufsgruppen beginnen häufig früher im Arbeitsleben und sind im Vergleich zu Ingenieuren, Ärzten oder Juristen einer weitaus höheren körperlichen Belastung ausgesetzt. Zudem benötigen viele von ihnen trotz steigender Lebenserwartung früher im Leben Pflege, so Krings.

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Sein Vorschlag sieht einen berufsbezogenen Bonus für körperlich besonders belastende Tätigkeiten vor. Demnach würde jedes Jahr in einem solchen Beruf einen Monat früheres Renteneintrittsalter bedeuten. Umgekehrt müssten Beschäftigte in weniger belastenden Berufen pro Arbeitsjahr einen zusätzlichen Monat arbeiten, um Anspruch auf die volle Rente zu erwerben.

Krings ist überzeugt, dass diese Anpassung körperlich anstrengende Berufe für Nachwuchskräfte attraktiver machen könnte. Gleichzeitig könnte sie dazu beitragen, den Fachkräftemangel zu mildern, indem sie klare Anreize für solche Tätigkeiten schafft.

Das vorgeschlagene Modell zielt darauf ab, das Renteneintrittsalter stärker an die Art der ausgeübten Tätigkeit zu knüpfen. Es belohnt körperliche Belastung mit einem früheren Ruhestand und sorgt gleichzeitig für einen Ausgleich im Rentensystem. Krings hofft, damit sowohl Fragen der Gerechtigkeit als auch die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes zu adressieren.

Quelle