16 January 2026, 09:07

Evangelische Kirche im Rheinland kämpft mit dramatischem Mitgliederschwund und plant radikales Sparprogramm

Ein detaillierter Plan des Nordwestdistrikts der Lutherischen Kirche - Missouri Synod, der verschiedene Distrikte und umliegende Gebiete zeigt, mit zusätzlichem Text, der Informationen über die Kirche und ihren Standort bereitstellt.

Landessynode diskutiert Millionen-Euro-Sparen bis 2030 - Evangelische Kirche im Rheinland kämpft mit dramatischem Mitgliederschwund und plant radikales Sparprogramm

Die Evangelische Kirche im Rheinland steht vor tiefgreifenden finanziellen Veränderungen, da die Mitgliederzahlen kontinuierlich sinken. Jährlich verlassen etwa 70.000 Menschen die Kirche, was zu rückläufigen Einnahmen aus der Kirchensteuer führt. Nächste Woche kommen die Verantwortlichen in Bonn zusammen, um ein neues Sparprogramm zu beschließen.

Vom 16. bis 20. Januar 2026 findet in Bonn die 80. Landessynode der Kirche statt. Über 180 Delegierte werden dort eine Finanzstrategie beraten und abstimmen, mit der bis 2030 mindestens 33 Millionen Euro eingespart werden sollen. Ziel ist es, den Haushalt bis 2029 auszugleichen.

Das Konzept wurde von mehr als 60 Teilnehmenden aus Ausschüssen und Arbeitsgruppen erarbeitet. Die zentralen Beschlüsse fallen in den Plenarsitzungen ab dem 19. Januar. Statt pauschaler Kürzungen setzt die Kirche auf strategische Prioritäten, um sich an die schrumpfenden Einnahmen anzupassen. Laut der Freiburger Studie könnte sich das Aufkommen aus der Kirchensteuer bis 2060 halbieren. Steigende Kosten, nachlassendes Interesse junger Menschen an Religion und die Schließung von Ortsgemeinden haben die Bindung der Menschen geschwächt. Die neuen Maßnahmen zielen darauf ab, die Abhängigkeit von der Kirchensteuer zu verringern und gleichzeitig das kirchliche Engagement in der Region aufrechtzuerhalten.

Die beschlossenen Änderungen werden die Arbeitsweise der Evangelischen Kirche im Rheinland grundlegend verändern. Angesichts sinkender Mitgliederzahlen und geringerer Einnahmen soll das Sparpaket die Zukunft der Kirche sichern. Die Beschlüsse der Synode werden maßgeblich darüber entscheiden, wie die Kirche ihre Finanzen in den kommenden zehn Jahren steuert.