Essen gestaltet zwei Plätze klimafreundlich um – Bürgerbeteiligung gefragt
Felix SchneiderEssen gestaltet zwei Plätze klimafreundlich um – Bürgerbeteiligung gefragt
Essen treibt die Pläne voran, drei öffentliche Plätze klimagerecht umzugestalten – im Rahmen eines Bundesprogramms. Das städtische Projekt „Raum fürs Klima“ konzentriert sich nun auf den Marktplatz in Überruhr-Hinsel und den Giebelplatz auf der Margarethenhöhe, während der Borbecker Marktplatz aus dem Vorhaben gestrichen wurde. Bürgerinnen und Bürger sind jetzt aufgerufen, ihre Ideen für die Neugestaltung der beiden verbleibenden Standorte einzubringen.
Das Projekt startete im Februar 2023, als der Essener Stadtrat beschloss, sich dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ anzuschließen. Eine Machbarkeitsstudie untersuchte drei Standorte: den Marktplatz in Überruhr-Hinsel, den Borbecker Marktplatz sowie den Giebelplatz auf der Margarethenhöhe. Die Studie schlug konkrete Maßnahmen vor, um die Flächen besser auf steigende Temperaturen und Extremwetter vorzubereiten.
Der Borbecker Marktplatz wurde später aus den Plänen genommen. Als Hauptgrund nannten die Verantwortlichen Bedenken wegen des Verlusts von Parkflächen. Für den Marktplatz in Überruhr-Hinsel und den Giebelplatz hingegen sind nun umfassendere Klimaschutzmaßnahmen – die sogenannte „Variante 2“ – vorgesehen.
Das Projektteam arbeitet derzeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) daran, die Ergebnisse der Studie weiter auszuarbeiten. Rückmeldungen aus lokalen Gremien, öffentlichen Veranstaltungen und der Förderstelle fließen ebenfalls in die detaillierte Planungsphase ein. Die Bevölkerung wird ausdrücklich dazu aufgefordert, eigene Vorschläge für die Umgestaltung der Plätze einzureichen.
Im nächsten Schritt werden die Entwürfe auf Basis dieser Inputs finalisiert. Ziel ist es, Räume zu schaffen, die Hitzeperioden, Starkregen und anderen klimabedingten Herausforderungen besser standhalten.
Das Projekt „Raum fürs Klima“ richtet seinen Fokus nun auf die Umgestaltung des Marktplatzes in Überruhr-Hinsel und des Giebelplatzes. Die öffentliche Beteiligung spielt dabei eine zentrale Rolle bei der Ausarbeitung der endgültigen Pläne, die anschließend zur Genehmigung eingereicht werden. Bei Erfolg sollen die neugestalteten Plätze als Vorbild für klimaresiliente Stadtflächen in Essen dienen.






