17 March 2026, 06:02

Essen feiert FrauenOrte: Wie das Stadtarchiv weibliche Geschichte bewahrt

Schwarz-weißes Foto eines Museumsraums mit einem großen Wandteppich, gerahmten Kunstwerken an den Wänden, auf einem Sockel montierten Objekten und Deckenleuchten, mit "Museum of Fine Arts, New York City" unten.

Essen feiert FrauenOrte: Wie das Stadtarchiv weibliche Geschichte bewahrt

Essen feierte am 8. März 2026 den Tag der Archive – passend zum Internationalen Frauentag

Die Veranstaltung rückte das Haus der Essener Geschichte als FrauenOrt in den Fokus – einen Ort, der dem weiblichen Erbe der Stadt gewidmet ist. Besucher waren eingeladen, die städtischen Archive zu erkunden und die oft vernachlässigten Frauengeschichten Essens zu entdecken.

Das Haus der Essener Geschichte und das Stadtarchiv Essen öffneten ihre Türen für den alle zwei Jahre stattfindenden Tag der Archive. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf den Beiträgen von Frauen zur Stadtgeschichte, insbesondere auf der Rolle des Gebäudes als FrauenOrt. Hier lebte einst Nelli Neumann, eine jüdische Lehrerin, deren Gedenken durch einen Stolperstein am Ernst-Schmidt-Platz bewahrt wird.

Oberbürgermeister Thomas Kufen nahm an der Veranstaltung teil und dankte den Mitarbeitern des Archivs sowie lokalen Geschichtsinitiativen für ihr Engagement. Er betonte die Bedeutung des Stadtarchivs, das Essens Geschichte zugänglich hält und lebendig erhält. In den letzten zehn Jahren haben sich FrauenOrte wie dieser von kleinen feministischen Projekten zu zentralen Stätten der Bildung und Erinnerung entwickelt.

Seit 2018 haben diese Orte ihre Reichweite erweitert und Frauenbiografien in die allgemeine Geschichtsschreibung integriert. Durch Ausstellungen, Schulprogramme und Gemeinschaftsveranstaltungen rücken sie heute genderperspektivische Aspekte der Essener Industrie- und Migrationsgeschichte in den Vordergrund. Dieser Wandel hat zu einem inklusiveren kollektiven Gedächtnis beigetragen, in dem vielfältige Stimmen die historische Überlieferung der Stadt prägen.

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Der Tag der Archive 2026 verband Geschichte, Bildung und Erinnerung. Indem Essen die Veranstaltung mit dem Internationalen Frauentag verband, unterstrich die Stadt ihr Bekenntnis zur Bewahrung des weiblichen Erbes. Das Haus der Essener Geschichte steht heute nicht nur als Archiv, sondern auch als Symbol für den wandelnden Umgang der Stadt mit Erinnerung und Kulturerbe.

Quelle