09 June 2026, 08:01

Erster globaler Bericht: Wandernde Tierarten kämpfen ums Überleben durch menschliche Einflüsse

Weltweite Wanderarten von Tieren sind im Rückgang, sagt UN-Bericht

Erster globaler Bericht: Wandernde Tierarten kämpfen ums Überleben durch menschliche Einflüsse

Erster Bericht zum Zustand wandernder Tierarten veröffentlicht – Menschheit treibt viele Arten an den Rand des Aussterbens

Der erste jemals veröffentlichte Bericht zum Zustand der wandernden Tierarten der Welt zeigt: Unnachhaltige menschliche Aktivitäten drängen zahlreiche dieser Arten in Richtung Ausrottung. Experten warnen, dass dringendes Handeln nötig ist, um sie zu schützen.

Der Bericht stützt sich auf umfassende Artendaten und bezieht Erkenntnisse globaler Institutionen ein. Demnach benötigen 1.189 Tierarten, die unter dem Übereinkommen zur Erhaltung wandernder wildlebender Tierarten (CMS) gelistet sind, internationalen Schutz. Doch fast die Hälfte (44 Prozent) dieser Arten verzeichnet rückläufige Bestände.

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Übernutzung und Lebensraumverlust bleiben die größten Bedrohungen für wandernde Arten. Hinzu kommen Klimawandel, Verschmutzung und invasive Arten, die den Druck weiter erhöhen. Die Ergebnisse zeigen, dass 22 Prozent der CMS-gelisteten Arten mittlerweile vom Aussterben bedroht sind.

Neben den bereits geschützten Arten sind weitere 399 wandernde Tierarten gefährdet oder nahezu bedroht – bisher jedoch nicht vom CMS erfasst. Diese Tiere spielen eine entscheidende Rolle in Ökosystemen: Sie stützen Nahrungsketten, tragen zu Nährstoffkreisläufen bei und bringen dem Menschen Nutzen.

Der Bericht unterstreicht die Notwendigkeit verstärkter Naturschutzmaßnahmen. Ohne Gegensteuerung könnten viele wandernde Arten weitere Bestandsrückgänge oder sogar das Aussterben erleben. Ihr Überleben hängt von globaler Zusammenarbeit ab, um Bedrohungen wie Lebensraumzerstörung und Klimawandel zu bekämpfen.

Quelle