Dortmunds dunkles Kapitel: Schwere Missbrauchsvorwürfe gegen Ex-Funktionär
Moritz NeumannDortmunds dunkles Kapitel: Schwere Missbrauchsvorwürfe gegen Ex-Funktionär
Borussia Dortmund sieht sich mit schweren Missbrauchsvorwürfen gegen einen ehemaligen Funktionär konfrontiert. Der Verein hat bereits Schritte eingeleitet, um die Anschuldigungen aufzuarbeiten – darunter die Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit dem Beschuldigten im Jahr 2023. Mittlerweile laufen Ermittlungen, bei denen die Behörden mögliche Straftaten im Zeitraum von den frühen 1990er- bis zu den frühen 2000er-Jahren prüfen.
Die Staatsanwaltschaft Hagen hat ein Verfahren eingeleitet und bisher 23 potenzielle Opfer identifiziert. Im Rahmen der Ermittlungen wurde bereits die Wohnung des Beschuldigten durchsucht; dabei beschlagnahmten die Beamten elektronische Geräte und Datenträger als Beweismaterial.
Erste Vorwürfe gegen den ehemaligen Manager waren dem Verein bereits 2010 bekannt geworden, konnten damals jedoch nicht bestätigt werden. 2018 meldete ein weiterer Spieler Bedenken, doch erst 2023 reagierte Borussia Dortmund: Der Beschuldigte verlor seine Anstellung, und ihm wurde die Ehrenmitgliedschaft aberkannt.
Im Oktober 2025 veranlasste eine Recherche der Bild-Zeitung den Verein zur Einrichtung eines Hinweisgebersystems. Einen Monat später gab Borussia Dortmund eine öffentliche Stellungnahme ab und beauftragte eine unabhängige Untersuchung des Missbrauchsfalls. Der Abschlussbericht zu den Vorwürfen wird bis Ende 2025 erwartet.
Die Ermittlungen dauern an; sowohl die Behörden als auch der Verein arbeiten daran, die Vorwürfe aufzuklären. Der Beschuldigte ist mittlerweile sowohl aus seinem Amt als auch aus der Mitgliedschaft ausgeschlossen.
