Deutsche Bahn prüft Sicherheitslücke nach Gleis-Foto von Ex-Chef Rüdiger Grube
Charlotte SimonDeutsche Bahn prüft Sicherheitslücke nach Gleis-Foto von Ex-Chef Rüdiger Grube
Ein Pressebild aus dem Jahr 2014 hat eine Debatte über die Sicherheit bei der Deutschen Bahn ausgelöst. Das Foto zeigt den damaligen Vorstandsvorsitzenden Rüdiger Grube, der während eines Ortstermins auf den Gleisen steht. Nach dem Vorfall will das Unternehmen nun das Sicherheitsbewusstsein seiner Mitarbeiter stärken.
Die Aufnahme entstand im Juni 2014 bei einer Presseveranstaltung in der Nähe von Ratingen. Grube und der damalige Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, Michael Groschek, besichtigten dort Sturmschäden an einer Bahnstrecke. Ein Fotograf der Picture Alliance hielt die Szene mit Grubes Einverständnis fest.
Die Deutschen Bahn schreibt den Zugang zu Gleisanlagen jedoch nur unter bestimmten rechtlichen Voraussetzungen vor. Vor dem Betreten solcher Bereiche müssen Sicherheitsunterweisungen erfolgen – so sehen es die Unfallverhütungsvorschriften vor. Die Veröffentlichung des Fotos wirft nun Fragen zur Einhaltung dieser Vorgaben auf.
Das Unternehmen hat den Vorfall eingeräumt und will ihn nutzen, um die Mitarbeiter der Pressestelle erneut über Sicherheitsvorschriften und Unfallverhütung zu informieren. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wiederholter Fälle, in denen Kinder und Jugendliche ihr Leben riskieren, um Selfies auf Gleisen zu machen.
Unbefugtes Betreten von Bahnanlagen führt regelmäßig zu Behinderungen im Zugverkehr. Häufig kommt es dadurch zu Verspätungen und Zugausfällen, die sowohl Fahrgäste als auch den Betriebsablauf beeinträchtigen.
Das Foto von Grube auf den Gleisen zeigt eine mögliche Sicherheitslücke auf. Die Deutsche Bahn will den Vorfall intern aufarbeiten, um künftige Verstöße zu vermeiden. Gleichzeitig unterstreicht der Fall die generellen Risiken durch unbefugten Gleiszutritt – von Lebensgefahr bis zu erheblichen Störungen im Bahnverkehr.






