Deutsch-niederländisches CO₂-Netzwerk soll Industrieemissionen revolutionieren
Noah MayerDeutsch-niederländisches CO₂-Netzwerk soll Industrieemissionen revolutionieren
Ein neues grenzüberschreitendes CO₂-Transportnetz soll die deutsche Industrie mit niederländischen Offshore-Speichern verbinden. Die Initiative wird von großen Energieunternehmen vorangetrieben und zielt darauf ab, die großtechnische Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid in Nordwesteuropa zu fördern.
Die Gasunie und eine Gruppe von Energiekonzernen haben eine Absichtserklärung zur Entwicklung des Netzes unterzeichnet. Zum Konsortium gehören EBN, Eni, OGE, Shell und TotalEnergies. Ihr Vorhaben sieht vor, Industriecluster in Nordrhein-Westfalen mit Speicherstätten in der niederländischen Nordsee zu verknüpfen.
Das Projekt knüpft an bestehende Vorhaben wie Porthos an, das abgetrenntes CO₂ in erschöpften Gasfeldern der Nordsee lagern wird. Zudem treibt es das Aramis-CCS-Projekt voran und stärkt so die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern. Das Netzwerk soll Unternehmen helfen, ihre Emissionen zu senken und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die Ankündigung erfolgte während eines Besuchs des niederländischen Königs Willem-Alexander und des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Beide wurden über den Stand der Arbeiten informiert, darunter das Porthos-CCS-Projekt und die neuen Transportpläne.
Die Vereinbarung markiert einen Schritt hin zu einer integrierten CO₂-Wertschöpfungskette zwischen Deutschland und den Niederlanden. Sie ermöglicht es der Industrie, auf großangelegte Lösungen für das Kohlenstoffmanagement zuzugreifen. Die Partner betonen, wie wichtig eine engere grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist, um die Dekarbonisierungsziele zu erreichen.






