11 March 2026, 14:02

Denkmalgeschützte Autobahnkirche in Bochum-Hamme sucht neuen Besitzer mit Visionen

Eine alte steinerne Kirche mit zwei Glocken oben drauf, umgeben von einem klaren blauen Himmel, geschmückt mit kunstvollen Verzierungen und Designs, mit den Glocken, die laut läuten.

Denkmalgeschützte Autobahnkirche in Bochum-Hamme sucht neuen Besitzer mit Visionen

Historische Kirche in Bochum-Hamme steht zum Verkauf – nach jahrzehntelanger Tradition als Raststätte für Reisende

Eine denkmalgeschützte Kirche in Bochum-Hamme, die einst als Andachtsort für Durchreisende diente, muss nun verkauft werden, nachdem die Gemeinde die laufenden Unterhaltskosten nicht mehr tragen konnte. Die Epiphanias-Gemeinde hatte sich mit einer Nachbargemeinde zusammengeschlossen und war seitdem für zwei Gebäude verantwortlich – eine finanzielle Belastung, die auf Dauer nicht mehr zu stemmen war.

Die als Autobahnkirche Ruhr bekannte Kirche wurde 2010 offiziell zur Autobahnkirche ernannt. Zudem ist sie Teil der Route der Industriekultur und steht Reisenden auf der A40 täglich für Besinnung offen. Zu den regelmäßigen Veranstaltungen zählten eine jährliche Gedenkfeier für Verkehrstote sowie besondere Gottesdienste für Motorradfahrer.

Das im Bauhaus-Stil errichtete Gebäude beherbergt eine Orgel, historische Gussstahlglocken aus den 1930er-Jahren und ein dreistöckiges Gemeinschaftszentrum, dessen Etagen jeweils fast 140 Quadratmeter umfassen. Trotz seines kulturellen Werts darf das Bauwerk wegen des Denkmalschutzes nicht abgerissen werden.

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Seit die Kirche Anfang 2025 für 780.000 Euro (ohne Nebenkosten) auf den Markt kam, ist das Interesse groß: Bis Ende des Jahres gingen über 50 Anfragen ein, was den Preis um 20 Prozent in die Höhe trieb. Die Ideen für eine Nachnutzung reichen von einem Kulturzentrum für Konzerte und Ausstellungen über ein Veranstaltungscafé bis hin zu einer Touristenattraktion mit Führungen und Street-Art-Festivals. Der Immobilienmakler erwartet, dass der neue Eigentümer den Raum für Aufführungen und öffentliche Veranstaltungen umwidmet.

Shrinkende Besucherzahlen und begrenzte finanzielle Unterstützung durch die Landeskirche ließen der Gemeinde keine andere Wahl, als den Verkauf zu beschließen.

Mit dem Verkauf endet zwar die kirchennahe Nutzung des Gebäudes, doch eröffnen sich neue Perspektiven für seine Zukunft. Der Denkmalschutz sichert seinen Erhalt, während die einzigartige Architektur und die verkehrsgünstige Lage weiterhin großes Interesse bei potenziellen Käufern wecken. Sobald ein neuer Eigentümer gefunden ist, wird über die nächste Phase entschieden.

Quelle