09 May 2026, 12:02

DeepL feuert 250 Mitarbeiter und setzt auf KI-gestützte Echtzeitübersetzung

Blauer Hintergrund mit einem Personenbild auf der rechten Seite und Text auf der linken Seite, der "Maschinen sprechen in Ihrer Stimme mit Thorsten Müller" lautet.

DeepL feuert 250 Mitarbeiter und setzt auf KI-gestützte Echtzeitübersetzung

DeepL kündigt weitreichende Veränderungen an und setzt künftig auf KI-gestützte Echtzeitübersetzung

Das Unternehmen, das einst mit rund zwei Milliarden US-Dollar bewertet wurde, baut etwa 250 Stellen ab – das entspricht etwa einem Viertel der Belegschaft. Geschäftsführer Jarosław Kutylowski gab die Umstrukturierung in einem LinkedIn-Beitrag bekannt und überraschte damit viele Mitarbeiter.

Die Entlassungen erfolgen im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung, bei der DeepL künstliche Intelligenz (KI) und schlanke, effizientere Teams in den Vordergrund stellt. Routineaufgaben sollen künftig automatisiert werden, während KI in sämtliche Geschäftsbereiche integriert wird. Dieser Schritt folgt auf einen Finanzbericht aus dem Jahr 2023, der ein negatives Betriebsergebnis auswies. Mit weiteren Verlusten wird auch in naher Zukunft gerechnet.

Um die Echtzeit-Sprachübersetzung voranzutreiben, expandiert DeepL in die USA. Ein neues Büro in San Francisco soll diese Bestrebungen unterstützen, wobei das amerikanische Unternehmen Mixhalo eine Schlüsselrolle spielt. Bei der letzten großen Finanzierungsrunde im Jahr 2024 war DeepL noch auf etwa zwei Milliarden US-Dollar taxiert worden. Die aktuelle Umstrukturierung deutet jedoch auf einen gezielteren Ansatz hin.

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Kutylowskis Ankündigung auf LinkedIn bestätigte die Stellenstreichungen, die die Belegschaft offenbar unerwartet trafen. Die Veränderung spiegelt einen branchenweiten Trend wider: Im Technologiesektor setzen immer mehr Unternehmen auf schlankere, KI-basierte Strukturen.

Nach der Umstrukturierung bleibt DeepL mit einem kleineren Team zurück, konzentriert sich dafür aber stärker auf KI und Echtzeitübersetzungen. Die Expansion in die USA und die Partnerschaft mit Mixhalo sollen die neue Ausrichtung vorantreiben. Gleichzeitig steht das Unternehmen weiterhin vor finanziellen Herausforderungen, nachdem es 2023 Verluste verbucht hatte.

Quelle