Dagmar Becker verlässt Solinger Kommunalpolitik nach zehn prägenden Jahren
Felix SchneiderDagmar Becker verlässt Solinger Kommunalpolitik nach zehn prägenden Jahren
Dagmar Becker, die städtische Dezernentin der Grünen für Schulen, Kultur, Jugend, Sport und Integration, hat nach zehn Jahren im Amt offiziell ihren Rücktritt erklärt. Ihr Ausscheiden markiert das Ende einer prägenden Ära in der Solinger Kommunalpolitik – insbesondere in einer Zeit knapper Haushalte und ehrgeiziger Vorhaben.
Während ihrer Amtszeit flossen über 600 Millionen Euro in die Modernisierung und den Ausbau der Bildungsinfrastruktur. Becker trieb zudem maßgeblich die frühe Kindheitsbildung voran: Bereits im kommenden Jahr soll eine flächendeckende Ganztagsbetreuung gewährleistet sein.
Unter ihrer Führung wurden bedeutende Kultur- und Sporteinrichtungen saniert oder erweitert, darunter das Theater Solingen, das Ittertal, die Klingenhalle sowie Jugendzentren wie das Rollhaus und die Monkeys. Mit dem Vogelsang-Freibad entstand zudem ein weiteres Freizeitangebot für Familien.
Als engagierte Verfechterin der Gleichberechtigung förderte Becker aktiv Frauen in Führungspositionen der Stadtverwaltung und setzte sich für eine nachhaltige Vielfalt in der kommunalen Verwaltung ein. Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, unterstützte sie ihre Nachfolgerin, Anna Lenker-Koukounarakis, bereits seit 2022.
Ihre Arbeit fand breite Anerkennung, insbesondere für ihr Engagement für die Förderung von Frauen und inklusive Politik. Viele ihrer Initiativen setzten Maßstäbe für die künftige Kommunalarbeit.
Mit Beckers Abschied endet ein Jahrzehnt transformativer Führung in Bildung, Kultur und Soziales. Ihre Nachfolgerin übernimmt nun ein Ressort mit soliden Grundlagen – und die Aufgabe, die etablierten Projekte und Politiken fortzuführen.
