19 June 2026, 16:02

Cyberangriffe auf Schulen: Warum Europas Bildungssystem in Gefahr ist

IT-Sicherheit: Bildung muss ihre Hausaufgaben machen

Cyberangriffe auf Schulen: Warum Europas Bildungssystem in Gefahr ist

Schulen in ganz Europa sehen sich einer wachsenden Bedrohung durch Cyberangriffe ausgesetzt. In jüngster Zeit haben Vorfälle Prüfungen behindert und sensible Daten offengelegt. Behörden fordern nun strengere Sicherheitsvorschriften für Bildungseinrichtungen.

In Nordrhein-Westfalen mussten Abschlussprüfungen verschoben werden, nachdem Schüler keinen Zugriff auf Prüfungsunterlagen hatten. Eine Sicherheitslücke auf der Website der „Qualitäts- und UnterstützungsAgentur – Landesinstitut für Schule“ (QUA-LiS) setzte über 16.000 Datensätze ungeschützt preis. Als mögliche Lösung wurde die Deaktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung diskutiert – ein Schritt, der auf Kritik stieß.

Im Schweizer Kanton Basel-Stadt stahlen Hacker persönliche Daten von Lehrkräften und Schülern, die später im Darknet veröffentlicht wurden. Der aktuelle Bericht des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stuft den Bildungssektor als Hauptziel von Cyberangriffen ein.

Experten betonen, dass die IT-Sicherheit an Schulen dringend verbessert werden muss. Sie fordern eine zentrale Digital- und Sicherheitsstrategie, um Bedrohungen wirksam zu begegnen. Die Einrichtung eines Security Operations Center (SOC) – ähnlich wie in Großunternehmen – könnte die Risiken verringern. Auch Schulungen zu Cybersicherheit für Schüler und Personal gelten als unverzichtbar.

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Die Zahl der Cybervorfälle an Schulen ist in den letzten Monaten stark angestiegen. Der Bildungssektor muss die IT-Sicherheit nun als zentrale Priorität behandeln. Ohne Gegenmaßnahmen bleiben sensible Daten und der Schulbetrieb weiter gefährdet.

Quelle