04 May 2026, 06:02

Bundeswehr und Wirtschaft starten historische Zusammenarbeit für Deutschlands Verteidigung

Ein Buch, das bunte Militäruniformen der deutschen Armee mit detaillierten Elementen wie Helmen, Gewehren und Waffen zeigt.

Bundeswehr und Wirtschaft starten historische Zusammenarbeit für Deutschlands Verteidigung

Deutschlands Sicherheitspolitik hat seit Russlands Angriff auf die Ukraine einen tiefgreifenden Wandel durchlaufen. Im Mittelpunkt steht nun der Aufbau einer wehrfähigeren und widerstandsfähigeren Nation. Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist die engere Zusammenarbeit zwischen Militär und privater Wirtschaft.

Die Bundeswehr veranstaltete kürzlich ihr erstes gemeinsames Treffen mit Wirtschaftsvertretern in Nordrhein-Westfalen (NRW). Rund 30 Delegierte aus den Industrie- und Handelskammern (IHKs) der Region sowie aus Landesministerien nahmen an der Veranstaltung in Düsseldorf teil.

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Das Treffen markierte einen weiteren Schritt in Deutschlands neu ausgerichteter Verteidigungspolitik. Im Rahmen des „Einsatzplans Deutschland“ wird die Landesverteidigung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden. Die Rolle der Bundeswehr beschränkt sich dabei nicht mehr nur auf klassische militärische Aufgaben, sondern erfordert auch Unterstützung aus den Bereichen Transport, Energie und Beschaffung.

Brigadegeneral Müller betonte die Bedeutung der Einbindung privater Unternehmen. Eine funktionierende Wirtschaft – mit gesicherten Lieferketten und zuverlässiger Infrastruktur – sei entscheidend für die moderne Wehrfähigkeit, so der General. Die IHKs in NRW wurden als wichtige Partner für Kommunikation und Koordination identifiziert.

Während der Unterredung skizzierten Militärvertreter die Erfordernisse der Bundeswehr für eine Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Dazu gehört das „German Hub“-Konzept, das einen reibungslosen Truppentransport von NATO- und deutschen Streitkräften durch das Land gewährleisten soll. Zudem umfasst es den Schutz kritischer militärischer Infrastruktur.

General Müller hob hervor, dass das Treffen beiden Seiten half, die jeweiligen Abläufe besser zu verstehen. Die IHKs erhielten klarere Handlungsanweisungen, wie sie Unternehmen beraten können, die sich an der Verteidigungspolitik beteiligen möchten. Das Landeskommando NRW pflegt bereits seit Längerem einen kontinuierlichen Austausch mit Wirtschaftsverbänden, um diese Verbindungen zu festigen.

Das Düsseldorfer Treffen legte den Grundstein für eine vertiefte militärisch-industrielle Zusammenarbeit in NRW. Unternehmen haben nun ein präziseres Bild davon, wie sie zur deutschen Verteidigungspolitik beitragen können. Künftig wird die Zusammenarbeit darauf abzielen, der Bundeswehr bei operativen Anforderungen schnell und zielgerichtet Unterstützung zu bieten.

Quelle