Bernhard Mattes verlässt Ford nach 15 Jahren prägender Führung
Bernhard Mattes wird zu Beginn des Jahres 2017 als Geschäftsführer der Ford-Werke GmbH in Köln zurücktreten. Sein Nachfolger Gunnar Herrmann übernimmt das Amt nach einer 15-jährigen Amtszeit, die von Wachstum und Umstrukturierungen geprägt war. Unter Mattes’ Führung festigte Ford seine Position als sechstgrößter Automobilhersteller Deutschlands.
Mattes übernahm 2002 die Leitung der Ford-Werke GmbH. Er strukturierte den Betrieb um, um die Effizienz zu steigern, und führte eine nachfrageorientierte Produktion ein. Durch seine Maßnahmen stieg die Zahl der Neuzulassungen bei Ford im ersten Halbjahr 2016 allein um über 12 Prozent.
Besonders erfolgreich waren in seiner Amtszeit Modelle wie der C-MAX-Kleinvan und der Kuga-SUV. Darüber hinaus setzte sich Mattes für mehr Transparenz in der Automobilbranche ein und forderte verständlichere Verbraucherinformationen.
Er verantwortete zudem bedeutende Investitionen in deutsche Standorte, darunter eine neue Leichtbau-Pressstraße in Saarlouis und einen Klimawindkanal in Köln-Merkenich. Extern engagierte er sich ab 2013 als Präsident der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland.
Für die Zukunft sieht Mattes Ford nicht nur als Automobilhersteller, sondern als Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen. Gleichzeitig warnte er vor den Risiken eines wachsenden Protektionismus, der die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und den USA belasten könnte.
Mit Mattes’ Abschied Anfang 2017 endet eine Ära für Ford in Deutschland. Seine Führung brachte eine Ausweitung der Produktion, steigende Absatzzahlen und strategische Technologieinvestitionen. Nun wird der Übergang zu Herrmann die nächste Phase für das deutsche Engagement des Unternehmens bestimmen.






