21 April 2026, 12:02

ARD schafft neue Krisenmanager-Stelle nach Reputationskrisen und Skandalen

Kreisförmiges Diagramm des Katastrophenzyklus mit vier beschrifteten Phasen - Abmilderung, Vorbereitung, Wiederherstellung und Reaktion - verbunden durch Pfeile, die den Fluss von Informationen und Ressourcen in der Katastrophenwiederherstellung zeigen.

ARD schafft neue Krisenmanager-Stelle nach Reputationskrisen und Skandalen

Die ARD bereitet die Einführung einer neuen, netzwerkübergreifenden Position im Krisenmanagement vor, um ihre Arbeitsabläufe zu stärken. Die Stelle, bekannt als Business-Continuity-Management (BCM), soll alle neun Landesrundfunkanstalten des Verbunds abdecken. Der Schritt folgt auf jüngste Reputationskrisen und zielt darauf ab, künftige Störungen zu verhindern.

Die BCM-Rolle ist darauf ausgelegt, Organisationen dabei zu unterstützen, Bedrohungen frühzeitig zu erkennen, Risiken zu minimieren und essenzielle Dienstleistungen auch in Krisenzeiten aufrechtzuerhalten. Gemäß dem ISO-22301-Standard soll sie sicherstellen, dass kritische Prozesse selbst bei unerwarteten Problemen weiterlaufen. Die Entscheidung der ARD kommt vor dem Hintergrund vergangener Versäumnisse, wie etwa Stromausfällen in den 1980er-Jahren in einer psychiatrischen Klinik, wo Notstromaggregate wegen Dieselknappheit versagten.

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), eine der ARD-Landesrundfunkanstalten, wird die Initiative federführend umsetzen. Wie berichtet wird, hat der Sender die BCM-Position David Biesinger angeboten, dem ehemaligen Chefredakteur des Hauses, um interne Personalprobleme zu lösen. Zwar schreibt der Rundfunkstaatsvertrag keine strengen Vorgaben für die Rolle vor, doch die ARD wünscht sich eine Persönlichkeit, die das Amt mit Nachdruck ausfüllt und echte Reformen vorantreibt.

Die neue Position soll zudem die Schäden beheben, die durch Patricia Schlesinger und ihr Team entstanden sind. Gesucht wird ein Krisenmanager mit direkter Erfahrung im Umgang mit schweren Bedrohungsszenarien. Die Stelle wird von neun separaten BCM-Teams im gesamten Netzwerk unterstützt und erhält damit die Befugnis, institutionelle Schwächen gezielt anzugehen.

Die ARD plant, die Besetzung der Position auf der nächsten Intendantenkonferenz in Bonn zu finalisieren. Der oder die künftige Amtsinhaber:in wird dafür verantwortlich sein, dass alle Landesrundfunkanstalten auf zukünftige Störungen vorbereitet sind.

Die BCM-Stelle umfasst alle neun ARD-Anstalten, wobei der RBB die Leitung übernimmt. Erwartet wird, dass die Rolle die Widerstandsfähigkeit des Verbunds erhöht und frühere Defizite in der Krisenbewältigung ausräumt. Die finalen Details sollen auf der anstehenden Intendantenkonferenz in Bonn festgezurrt werden.

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