17 June 2026, 16:43

Algen als Rettung für die Textilindustrie: Ein revolutionäres Projekt startet durch

Algacore-Projekt des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnologie an der Hochschule Niederrhein - Kleidung aus Algen in der Zukunft?

Algen als Rettung für die Textilindustrie: Ein revolutionäres Projekt startet durch

Die Textilindustrie steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Während die Nachfrage nach Naturfasern steigt, nimmt die Kritik an synthetischen Materialien weiter zu. Ein neues Projekt will diese Herausforderungen angehen, indem es eine nachhaltige Alternative für die Textilproduktion entwickelt.

Das Algacore-Projekt, geleitet von Leon Blanckart, erprobt eine innovative Faserquelle auf Basis von Süßwasseralgen. Die Initiative zielt darauf ab, Baumwolle und synthetische Fasern durch ein ökologisch verträgliches und industriell nutzbares Material zu ersetzen. Der Anbau von Baumwolle verbraucht derzeit große Mengen Wasser, Ackerland und Pestizide, während synthetische Fasern auf endliche Ressourcen angewiesen sind und zur Mikroplastikverschmutzung beitragen.

Das Vorhaben erhält eine Förderung von rund 968.000 Euro im Rahmen des EXIST-Research-Transfer-Programms, das vielversprechende, technologiebasierte Ausgründungen aus Hochschulen unterstützt. In den kommenden 18 Monaten wird das Team seine Forschung ausbauen und die Gründung eines Start-ups vorbereiten. Unterstützt wird Algacore von Professorin Ellen Bendt und Professor Dr. Groten vom Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik sowie dem HNX-Startup-Team der Universität.

Ziel von Algacore ist es, zu beweisen, dass innovative, erneuerbare Materialien eine echte Alternative zu herkömmlichen Fasern darstellen können. Durch die Nutzung spezifischer Grünalgen soll das Projekt eine nachhaltigere Grundlage für die Textilindustrie schaffen.

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Die Förderung ermöglicht es Algacore, die Forschung voranzutreiben und die Kommerzialisierung vorzubereiten. Bei Erfolg könnte das Projekt der Textilbranche einen nachhaltigen Rohstoff liefern – und so die Abhängigkeit von umweltschädlichen Fasern verringern sowie den Übergang zu erneuerbaren Ressourcen beschleunigen.

Quelle