08 May 2026, 02:02

Aldi Süd wegen täuschender Rabattpreise rechtskräftig verurteilt

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, mit der Aufschrift "Die Biden-Harris-Regierung schlägt eine Regel vor, die es Unternehmen verbietet, versteckte und irreführende Gebühren zu erheben."

Aldi Süd wegen täuschender Rabattpreise rechtskräftig verurteilt

Ein deutsches Gericht hat Aldi Süd verurteilt, weil der Discounter Kunden mit falschen Preisnachlässen in die Irre geführt hat. Das Amtsgericht Düsseldorf befand die Supermarktkette für schuldig, erfundene empfohlene Preise zu bewerben, ohne den tatsächlichen niedrigsten Preis auszuweisen. Verbraucherschutzorganisationen hatten die Klage eingereicht und argumentiert, dass diese Praxis gegen Preisangabenvorschriften verstoße.

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Im Mittelpunkt des Streits stand Aldi Süds Verwendung durchgestrichener Preise in Werbeaktionen. Statt wie von der Preisangabenverordnung vorgeschrieben den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage anzuzeigen, warb der Händler mit unverbindlichen Richtpreisen, die keine echten Rabatte widerspiegelten. Dadurch erhielten Verbraucher den Eindruck, sie würden bessere Angebote erhalten, als tatsächlich der Fall war.

Verbraucherschützer zogen vor Gericht – und gewannen. Das Urteil unterstreicht die Notwendigkeit, dass Händler Preisregeln strikt einhalten müssen. Gleichzeitig setzt es ein Präzedenzfall und warnt andere Unternehmen vor ähnlichen Praktiken.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Discounter wegen solcher Vorwürfe in die Kritik gerät. Lidl hatte bereits in der Vergangenheit vergleichbare Verfahren verloren, weil das Unternehmen gegen dieselben Vorschriften verstoßen hatte. Das aktuelle Urteil erhöht nun den Druck auf alle Händler, sicherzustellen, dass ihre Rabattangaben korrekt und transparent sind.

Aldi Süd kann gegen die Entscheidung Berufung einlegen. Sollte der Fall weitergehen, könnte dies eine breitere Debatte über Preisgestaltungspraktiken im Einzelhandel auslösen und möglicherweise zu einer strengeren rechtlichen Überwachung führen.

Das Urteil sendet eine klare Botschaft an Händler: Ehrliche Preispolitik ist unverzichtbar. Verbraucher können künftig mit klareren und verlässlicheren Rabattinformationen beim Einkauf rechnen. Die Entscheidung könnte zudem weitergehende Veränderungen bewirken, wie Einzelhändler ihre Preise bewerben.

Quelle