Agostea in Koblenz: Erinnerungen werden versteigert – doch was kommt danach?
Charlotte SimonAgostea in Koblenz: Erinnerungen werden versteigert – doch was kommt danach?
Das legendäre Agostea in Koblenz verschwindet langsam – seine Erinnerungsstücke finden neue Besitzer
In einer zweiten Auktion erhalten Fans nun erneut die Chance, sich ein Stück der Clubgeschichte zu sichern. Doch was mit dem leeren Gelände passieren soll, bleibt ungewiss – konkrete Pläne stehen noch aus.
Ende März lockte die erste Versteigerung von Agostea-Devotionalien Bieter aus ganz Europa an, darunter aus Belgien, Rumänien und der Schweiz. Zu den verkauften Objekten gehörten eine Ritterrüstung und eine Slush-Eis-Maschine – letztere sorgte für eine ungewöhnliche Reise: Ein Ingenieur aus Zürich reiste irrtümlich nach Koblenz in Deutschland, da er annahm, die Maschine in der schweizerischen Stadt Koblenz ersteigert zu haben. Extra machte er sich auf den Weg, um seine neu erworbene Slush-Eis-Maschine abzuholen.
Die zweite Auktion, die noch bis zum 13. Mai läuft, bietet über 100 Stücke an – von einer klassischen Discokugel über eine Konfettikanone bis hin zu einem Massagetisch. Viele der Objekte bleiben in Koblenz, wo lokale Unternehmen die Erinnerungsstücke erwerben, um das Erbe des Clubs zu bewahren.
Der einstige „Stadl“-Bereich des Agostea ist kaum noch wiederzuerkennen, da die meisten Gegenstände bereits verkauft sind. Die Erlöse aus den Auktionen fließen in den Rückbau der verbleibenden Strukturen, um Platz für eine neue Idee zu schaffen. Ein gastronomisches Konzept für das Gelände wird diskutiert, doch das genaue Format und der Betreiber stehen noch nicht fest.
Während die Auktionen weiterlaufen, verblasst die physische Präsenz des Agostea – doch seine Erinnerung lebt in den Händen von Fans und Sammlern weiter. Wie es mit dem Gelände weitergeht, ist noch offen; konkrete Umnutzungspläne müssen erst noch Gestalt annehmen. Bis dahin bleibt das Erbe des Clubs in den verstreuten Stücken seiner Vergangenheit lebendig.
