26 June 2026, 12:01

Afghanistan kämpft mit tödlicher Kälte: 70 Tote in Kabul und eine eskalierende Notlage

Solingen hilft e.V. unterstützt das Friedensdorf International mit einer Spende von 5.000 Euro

Afghanistan kämpft mit tödlicher Kälte: 70 Tote in Kabul und eine eskalierende Notlage

Strenge Winterbedingungen in Afghanistan verschärfen die humanitäre Krise

In Afghanistan haben extreme Winterbedingungen zu einer sich zuspitzenden humanitären Notlage geführt. In der Hauptstadt Kabul sinken die Nachttemperaturen auf zweistellige Minusgrade, was zu weitverbreitetem Leid führt. Das Afghanische Rote Halbmond-Komitee meldet mindestens 70 Tote allein in der Hauptstadt – verursacht durch die eisige Kälte.

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Die wirtschaftliche Krise im Land verschärft die Folgen des Frostwetters zusätzlich. In vielen Regionen sind Lebensmittellieferungen unterbrochen, und eingefrorene Wasserleitungen erhöhen die gesundheitlichen Risiken. Tausende Nutztiere sind bereits verendet, was ländliche Gemeinden um lebenswichtige Ressourcen bringt.

Als Reaktion werden nun Notfall-Lebensmittelpakete zusammengestellt, um Linderung zu schaffen. Der Verein Solingen hilft e.V., der bereits das Friedensdorf International unterstützt hat, überweist nun 5.000 Euro für die Winterhungerhilfe in der Hindu-Kusch-Region. Barbara Eufinger, stellvertretende Vorsitzende der Organisation, würdigte die langjährige Arbeit des Friedensdorfs in Afghanistan.

Friedensdorf International ist seit den 1980er-Jahren im Land aktiv. Während der Schwerpunkt weiterhin auf der medizinischen Versorgung von Kindern liegt, hat die aktuelle Notsituation die Hilfsmaßnahmen auf die akute Überlebenssicherung ausgeweitet.

Die gespendeten Mittel sollen helfen, Lebensmittel und lebensnotwendige Güter an betroffene Gemeinden zu liefern. Angesichts anhaltender Kälte und sich verschlechternder Bedingungen wird mit weiteren Opfern gerechnet. Lokale und internationale Hilfsorganisationen arbeiten gemeinsam daran, zusätzliche Todesfälle zu verhindern.

Quelle