08 February 2026, 10:02

AfD-Kundgebung in Münster-Coerde trifft auf massiven Widerstand der Zivilgesellschaft

Ein Plakat, das eine Gruppe von Menschen zeigt, einige bewaffnet, die zwischen Rauch und Gebäuden stehen, mit der Aufschrift "New York - Der Kampf zwischen Aufröhren und Miliz"

AfD-Kundgebung in Münster-Coerde trifft auf massiven Widerstand der Zivilgesellschaft

Rechtsextreme Kundgebung der AfD in Münster-Coerde – Große Gegenproteste

Am Samstagmorgen fand in Münster-Coerde eine rechtsextreme Kundgebung der Alternative für Deutschland (AfD) statt. Rund 60 Parteimitglieder und Anhänger versammelten sich, während sich in der Nähe ein deutlich größerer Gegenprotest formierte. Die Polizei hielt die beiden Gruppen während der gesamten Veranstaltung strikt voneinander getrennt.

Die AfD-Kundgebung begann um 10 Uhr mit etwa 60 Teilnehmern, darunter der Landespressesprecher der Partei. Beamte sperrten das Gelände ab, um Auseinandersetzungen mit den Demonstranten zu verhindern.

Die Gegenwehr gegen die Veranstaltung setzte bereits um 9 Uhr ein, als sich rund 450 Menschen einem Protest anschlossen. Organisiert wurde dieser vom Bündnis "Keinen Zentimeter den Nazis" und der lokalen Initiative "Coerde ist bunt". Die Demonstration umfasste Reden und Livemusik. Eve Lyn Gardias, eine Anwohnerin und Mitglied von "Coerde ist bunt", gehörte zu denen, die für eine offene und inklusivere Gesellschaft warben.

Unter den AfD-Anhängern war auch Linus, ein 22-jähriger Erzieher aus der Nähe Münsters. Er begründete seine Wahl der Partei mit Kritik an der deutschen Wirtschaftspolitik und Migrationspolitik. Besonders hinterfragte er die Finanzhilfen für die Ukraine und Israel, während er gleichzeitig auf die Not älterer Menschen im eigenen Land verwies.

Die Polizei sorgte dafür, dass die beiden Lager getrennt blieben; direkte Konflikte blieben aus.

Die AfD-Veranstaltung zog im Vergleich zu den deutlich größeren Gegenprotesten nur eine kleine Menschenmenge an. Die Behörden hielten die Ordnung aufrecht und verhinderten Zwischenfälle. Der Tag spiegelte die anhaltenden Spannungen um die politische Ausrichtung der Region wider.