19 January 2026, 10:03

Zwei Segler kämpfen um die Zukunft des Hochseerennsports in Deutschland

Ein Schwarz-Weiß-Foto von einem belebten Bootshof mit zahlreichen Booten, Menschen bei der Arbeit und verstreutem Equipment wie Leitern und Stäben, mit weiteren Booten im Hintergrund.

Zwei Segler kämpfen um die Zukunft des Hochseerennsports in Deutschland

Zwei deutsche Segler kämpfen für mehr Popularität des Hochseerennsports in ihrer Heimat

Die beiden deutschen Segler Lennart Burke und Melwin Fink setzen sich dafür ein, den Offshore-Rennsport in Deutschland bekannter zu machen. Nach ihrem Rückzug vom Globe40 wegen eines gebrochenen Ankerpunkts bereiten sie sich nun auf die letzte Etappe des Rennens vor. Ihre Bemühungen sind Teil einer größeren deutschen Segelkampagne, an der auch prominente Namen wie Boris Herrmann und das SailGP Team Germany beteiligt sind.

Das Duo musste das Globe40 aufgeben, nachdem ihr Class40-Boot einen kritischen Schaden erlitten hatte. Seitdem konzentrieren sie sich auf Reparaturen und die Vorbereitungen für die finale Strecke von Recife nach Lorient, die am 29. März starten soll.

Vor dem Rennen muss ihr Boot in einer zertifizierten Werft einer gründlichen Fachinspektion unterzogen werden. Techniker prüfen dann die Rettungswesten auf grüne Auslöseindikatoren, intakte Zellulose-Tabletten, sichere CO₂-Patronen und luftdichte Auftriebskörper. Zudem werden Nähte, Gurte und Ventile getestet sowie abgenutzte Bauteile ausgetauscht. Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, führen die Segler Probefahrten durch und überprüfen sämtliche Stage – also die Wantenspannungen – auf Sicherheit. Melwin wird am 29. Januar nach Réunion reisen, um den Mast zu begutachten, ein Ersatzteil einzubauen und das Boot startklar zu machen. Lennart stößt dann Mitte März in Kapstadt zu ihm, um die letzten Vorbereitungen zu treffen.

Neben den Reparaturen bauen die beiden ihr Werftservice aus, betreiben einen Online-Shop für Tauwerk und bleiben mit öffentlichen Auftritten präsent. Ihre Arbeit ist Teil von Next Generation Boating, einem Projekt, das den Offshore-Segelsport in Deutschland fördern soll. An der Initiative wirken auch renommierte Segler wie Susann Beucke und das SailGP Germany-Team mit, die gemeinsam das Profil der Sportart stärken wollen.

Die letzte Etappe des Globe40 wird Burke und Fink zurück auf das Wasser bringen – und damit die Herausforderungen, aber auch die Faszination des Hochseerennsports demonstrieren. Ihr Comeback folgt auf Monate voller Reparaturen, Inspektionen und logistischer Planung. Gleichzeitig dient das Rennen als Plattform, um den deutschen Segelsport zu bewerben und neue Teilnehmer zu begeistern.