05 February 2026, 20:02

Zwei gegensätzliche Kundgebungen zu reproduktiven Rechten polarisieren Hamm

Eine Gruppe von Menschen geht auf einer Straße in Berlin, Deutschland, mit einer pinken Fahne, auf der 'Happy Pride March' steht, vorbei, während Gebäude, Laternenpfähle und Verkehrszeichen die Straße säumen und ein bewölkter Himmel im Hintergrund zu sehen ist.

Zwei gegensätzliche Kundgebungen zu reproduktiven Rechten polarisieren Hamm

In Hamm fanden am Donnerstag, dem 5. Februar, zwei gegensätzliche Kundgebungen zum Thema reproduktive Rechte statt. Die Polizei beobachtete beide Veranstaltungen, an denen sich Hunderte beteiligten, um ihre Standpunkte zu äußern. Die Proteste verliefen den gesamten Vormittag über friedlich.

Die größere Demonstration unter dem Motto "Reproduktive Gerechtigkeit – Gegen das katholische Abtreibungsverbot" begann um 10 Uhr auf dem Marktplatz. Rund 500 Teilnehmer zogen entlang der Widumstraße und der Marker Allee, bevor sie gegen 11:40 Uhr vor dem Landesarbeitsgericht endeten. Es wurden Reden gehalten, und vorübergehende Straßensperrungen führten zu geringfügigen Verkehrsbehinderungen.

Gleichzeitig fand in der Nähe eine kleinere, stationäre Kundgebung statt, organisiert von der Initiative "Aktion für das Lebensrecht für alle". Im Mittelpunkt stand das Thema "Menschenwürde und das Recht auf Leben für alle Menschen". Vierzehn Personen nahmen teil, und die Veranstaltung endete gegen Mittag.

In anderen Städten Nordrhein-Westfalens wurden im vergangenen Jahr keine vergleichbaren öffentlichen Demonstrationen zu Abtreibung oder reproduktiven Rechten gemeldet.

Beide Versammlungen verliefen ohne Zwischenfälle, wobei die Polizei vor Ort war, um für Ordnung zu sorgen. Die Kundgebungen stellten eine seltene öffentliche Debatte zu diesem Thema in der Region dar. Derzeit sind keine weiteren Veranstaltungen dieser Art geplant.