09 March 2026, 12:02

ZDF-Doku enthüllt: Wie Trumps Macht und Millionen verschmolzen

Ein Plakat mit fetter, schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das "Präsident Bidens bipartisaner Infrastrukturdeal bedeutet High-Speed-Internet-Zugang für alle."

Regieren und Profitieren - ZDF-Doku enthüllt: Wie Trumps Macht und Millionen verschmolzen

Neue Doku: Die Trump-Verbindung – Das Geschäft mit der Macht – ZDF zeigt am 10. März um 20:15 Uhr

Am 10. März strahlt der deutsche Sender ZDF um 20:15 Uhr die neue Dokumentation Die Trump-Verbindung – Das Geschäft mit der Macht aus. Unter der Regie von Tristan Söhngen und Jörg Levsen untersucht der Film, wie sich Donald Trumps Präsidentschaft mit den privaten Geschäftsinteressen seiner Familie verflocht. Im Mittelpunkt steht die Frage, wo während seiner Amtszeit die Grenzen zwischen öffentlichem Amt und persönlichem Profit verliefen.

Die Recherchen führen die Filmemacher auf mehrere Kontinente: Gedreht wurde in New York, Washington, Singapur, Südostasien sowie in einer kleinen deutschen Stadt in Nordrhein-Westfalen. Zu Wort kommen prominente Stimmen wie die Historikerinnen Anne Applebaum und Marci Shore, der Journalist Jacob Silverman sowie der ehemalige deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg.

Die Dokumentation beleuchtet besonders Trumps zweite Amtszeit und analysiert politische Entscheidungen, die Kritiker als Begünstigung seiner Geschäftspartner werten. Dazu zählen ein 901-Milliarden-Dollar-Verteidigungshaushalt, das Project Stargate – ein geplanter 500-Milliarden-Investitionsplan in US-amerikanische KI-Rechenzentren – sowie Energiewende-Politik wie Bohren ohne Ende (Drill Baby Drill), von der Konzerne wie ExxonMobil profitierten. Auch Zölle auf Importwaren kamen der US-Stahl-, Öl- und Einzelhandelsbranche zugute; Aktien von Unternehmen wie ExxonMobil und Coinbase stiegen in der Folge.

Allerdings zieht der Film keine direkten Verbindungen zwischen Trumps wirtschaftlichem Handeln nach 2021 und konkreten Regierungsentscheidungen. Stattdessen rückt er breitere Kontroversen in den Fokus – etwa die Epstein-Akten, in denen Trumps Name 38.000-mal auftaucht, oder die Rolle der Deutschen Bank, die 40 Konten mit Epstein-Bezug verwaltete. Deutsche Ermittler prüfen zwar mögliche Einflüsse des Epstein-Netzwerks auf die deutsche Finanzwelt, darunter den zusammengebrochenen Zahlungsdienstleister Wirecard, doch gibt es keine Belege für eine Verstrickung der Trump-Familie.

Der republikanische Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, wies Vorwürfe zurück und argumentierte, Trumps Geschäfte seien transparenter als jene der Biden-Administration. Die Dokumentation kontert dies mit einer Analyse, wie unter Trump traditionelle Kontrollmechanismen ausgehöhlt wurden – und sich so die Grenzen zwischen politischer Macht und privatem Imperium verwischten.

Zu den interviewten Experten gehören der ehemalige US-Regierungsbeamte Miles Taylor und die Transatlantik-Expertin Cathryn Clüver Ashbrook. Ihre Einschätzungen rahmen die zentrale Frage des Films: Inwiefern diente Trumps Präsidentschaft seinen Geschäftsinteressen – und was bedeutet das für die demokratische Rechenschaftspflicht?

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Zur Trump-Verbindung liefert zwar keine handfesten Beweise für illegale Absprachen zwischen Trumps Politik und den Finanzen seiner Familie. Doch die Doku zeichnet detailliert nach, wie seine Entscheidungen oft den Interessen seiner Geschäftspartner entsprachen – und verknüpft dies mit globalen Finanzskandalen rund um Figuren wie Epstein. Am Ende bleibt es den Zuschauer:innen überlassen, die Folgen einer Präsidentschaft zu bewerten, in der öffentliche und private Motive häufig ununterscheidbar schienen.

Die Ausstrahlung auf ZDF am 10. März trägt diese Erkenntnisse in die breitere Debatte über Transparenz und Interessenkonflikte in der modernen Politik.

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