10 February 2026, 06:03

Wuppertaler Prozess: Mutmaßliche Innenjob-Räuber vor Gericht nach spektakulärem Geldtransporter-Coup

Ein gepanzertes Fahrzeug vor einem Metallzaun mit einem daran befestigten Schild, mit Fahrzeugen, Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Wuppertaler Prozess: Mutmaßliche Innenjob-Räuber vor Gericht nach spektakulärem Geldtransporter-Coup

Sechs Jahre nach spektakulärem Überfall: Wuppertaler Prozess gegen mutmaßliche Geldtransporter-Räuber beginnt im Februar

Ein aufsehenerregender bewaffneter Raubüberfall aus dem Jahr 2019 kommt nächste Monat endlich vor Gericht. Das Landgericht Wuppertal hat den 19. Februar als Beginn des Verfahrens im Zusammenhang mit dem dreisten Überfall auf einen Geldtransporter in Solingen festgesetzt. Im Mittelpunkt des Falls stehen Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens, die beschuldigt werden, den Angriff auf ihre eigenen Kollegen geplant zu haben.

Die Tat ereignete sich im Januar 2019 in einer Filiale der Sparkasse an der Fronhofstraße. Eine Gruppe von Verdächtigen soll Sicherheitskräfte überfallen haben, als diese Geldautomaten nachfüllten. Ein Mitarbeiter wurde gefesselt, rund 526.000 Euro aus den Geldkassetten gestohlen.

Ermittler stellten später fest, dass einige der Täter für dasselbe Sicherheitsunternehmen arbeiteten. Um ihre Spuren zu verwischen, fesselten sie angeblich einen ihrer Komplizen, um den Raub wie einen externen Angriff wirken zu lassen. Die Behörden sicherten einen Teil der Beute – 344.100 Euro – in einer Dortmunder Wohnung.

Mehrere Angeklagte wurden bereits in früheren Verfahren verurteilt. Die anstehenden Verhandlungen konzentrieren sich auf die verbleibenden Beschuldigten. Alle Angeklagten gelten bis zu einem rechtskräftigen Urteil als unschuldig.

Der Prozess beginnt mehr als sechs Jahre nach dem Überfall. Das Gericht wird Beweise prüfen, die Sicherheitsmitarbeiter mit dem Innenjob in Verbindung bringen. Das Urteil wird klären, ob die verbleibenden Angeklagten eine Rolle bei dem Coup spielten.