14 February 2026, 12:03

Wuppertal tanzt gegen Gewalt: Flashmob für eine Milliarde betroffener Frauen

Eine Frau in einem grünen T-Shirt steht bei einer Demonstration und hölt ein weißes Schild, mit vielen anderen Menschen hinter ihr.

Wuppertal tanzt gegen Gewalt: Flashmob für eine Milliarde betroffener Frauen

Wuppertal schließt sich der globalen "One Billion Rising"-Bewegung an – Flashmob gegen Gewalt an Frauen****

Diese Woche beteiligte sich Wuppertal mit einem Flashmob am Johannes-Rau-Platz an der weltweiten Aktion "One Billion Rising". Teilnehmer:innen tanzten und schwenkten rote Tücher, um gegen Gewalt an Frauen zu protestieren. Die Veranstaltung fand bewusst an einem Wochentag statt, damit auch Schulklassen teilnehmen konnten.

Der Name der Bewegung geht auf eine Schätzung von Amnesty International zurück: Demnach hat jede dritte Frau weltweit Gewalt erlebt – das entspricht etwa einer Milliarde Betroffener. Das Wuppertaler Frauenhaus ist seit Monaten durchgehend ausgelastet, was den anhaltend hohen Bedarf zeigt. Allein im Jahr 2025 registrierte die Stadt fast 1.000 Fälle häuslicher Gewalt, wobei Frauen die Mehrheit der Opfer stellen.

Die diesjährige Protestaktion reiht sich in einen bundesweiten Trend ein. In den vergangenen fünf Jahren haben sich rund 150 deutsche Städte und Gemeinden regelmäßig an "One Billion Rising" beteiligt. Weitere Veranstaltungen sind für den Valentinstag in den Nachbarstädten Solingen, Sprockhövel und Wülfrath geplant.

Ziel der Kampagne ist es, durch öffentliche Aktionen Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen. Die Wahl eines Wochentags in Wuppertal ermöglichte es Schüler:innen, sich direkt mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Der Flashmob machte das Ausmaß der Gewalt gegen Frauen in der Region deutlich. Angesichts voll belegter Frauenhäuser und hoher Fallzahlen betonten die Organisator:innen die Notwendigkeit weitergehender Maßnahmen. In den kommenden Tagen werden im Bergischen Land weitere Proteste folgen.