Wie Landwirte Dürreperioden mit neuen Strategien und Sorten trotzen können
Charlotte SimonWie Landwirte Dürreperioden mit neuen Strategien und Sorten trotzen können
Dürreperioden breiten sich in immer mehr Regionen aus – besonders im Frühling und frühen Sommer. Landwirte sehen sich damit wachsenden Herausforderungen gegenüber, da Trockenphasen die Ernteerträge und die Bodenqualität gefährden. Als Reaktion darauf hat das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) neue Leitlinien veröffentlicht, die Erzeugern bei der Anpassung helfen sollen.
Die Empfehlungen des Zentrums konzentrieren sich auf die Sortenwahl und die Bodenbewirtschaftung. Nicht alle ertragsstabilen Sorten bringen stets die höchsten Erträge pro Fläche. Stattdessen wird Landwirten geraten, Kulturen mit gestaffeltem Wasserbedarf anzubauen, um das Risiko von Dürreschäden zu verringern.
Auch die Bodenqualität spielt eine entscheidende Rolle. Äcker mit geringem Humusgehalt leiden in Trockenzeiten besonders stark. Regelmäßige Gaben von Mist und Kompost können den Humusanteil erhöhen und so die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens verbessern.
In Gebieten, die im Frühsommer häufig von Dürre betroffen sind, könnte der Anbau von Winterroggen statt nachbauendem Weizen Vorteile bringen. Winterroggen entwickelt sich unter kühleren, feuchteren Bedingungen und ist daher widerstandsfähiger. Frühreifende Sorten kommen zwar besser mit Trockenheit zurecht, bringen aber in feuchten Jahren wegen des begrenzten Sonnenlichts oft geringere Erträge. Spätreifende Varianten gedeihen dagegen besonders gut, wenn ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist.
Tiefwurzelnde Kulturen wie Zuckerrüben kommen mit Trockenphasen meist besser zurecht. Ihr ausgedehntes Wurzelsystem ermöglicht es ihnen, Wasser aus tieferen Bodenschichten zu erschließen, was die Überlebenschancen bei anhaltender Dürre erhöht.
Die neuen Strategien zielen darauf ab, Landwirten zu helfen, Dürrerisiken durch klügere Fruchtfolgen und eine bessere Bodenpflege zu mindern. Durch angepasste Aussaatzeiten und eine verbesserte Bodenqualität können Erzeuger ihre Erträge besser vor den zunehmend unberechenbaren Wetterbedingungen schützen.






