25 January 2026, 20:02

Wie ein 1.000 Jahre alter Hof in NRW zum kreativen Wirtschaftswunder wird

Ein altes Buch mit dem Titel "Journal d'Agriculture Pratique" mit einer Farm-Szene auf dem Cover.

Wie ein 1.000 Jahre alter Hof in NRW zum kreativen Wirtschaftswunder wird

Ein 1.000 Jahre altes Familienanwesen in Gütersloh (Nordrhein-Westfalen) erhält neuen Schwung. Friedrich Wilhelm Haver-Rassfeld hat sich der Herausforderung gestellt, den historischen Hof umzugestalten, nachdem traditionelle Bewirtschaftungsmethoden unwirtschaftlich geworden waren. Sein mutiges Projekt umfasst die Umnutzung alter Scheunen und Ställe in moderne Arbeits- und Veranstaltungsräume.

Haver-Rassfeld erbte den Geflügelhof in den 1980er-Jahren, stellte aber bald fest, dass die konventionelle Landwirtschaft keine ausreichenden Einnahmen mehr brachte. Statt das Land aufzugeben, beschloss er, es neu zu denken. Alte Gebäude wie ein stillgelegter Schweinestall werden nun zu einem Hofladen umgebaut, während aus einer Schafsscheune eine Eventlocation entsteht. Andere Bauten entstehen als Büros oder Festsäle – stets unter Bewahrung ihres historischen Charakters.

Das Vorhaben war nicht ohne Hindernisse. Haver-Rassfeld musste abwägen, ob sich der Aufwand lohnt, und sich durch komplexe bürokratische Vorgaben kämpfen. Gleichzeitig prüft er, ob sein Modell als Vorbild für andere notleidende Höfe dienen könnte. Sein Ansatz findet bei Besuchern Bewunderung, die seinen Einsatz loben. Manche schlagen sogar weitere Ergänzungen vor, etwa einen Gemüsegarten, um die Attraktivität des Hofs zu steigern.

Die Umgestaltung des Anwesens soll dessen Zukunft sichern – ohne die lange Geschichte zu vernachlässigen. Durch die neue Nutzung alter Gebäude hofft Haver-Rassfeld auf ein tragfähiges Geschäftsmodell. Das Projekt könnte auch anderen Landwirten, die vor ähnlichen Problemen stehen, als Inspiration dienen, ihr Land neu zu erfinden.