Wie die Pandemie den Wohnwagen-Markt revolutionierte – und was jetzt kommt
Moritz NeumannWie die Pandemie den Wohnwagen-Markt revolutionierte – und was jetzt kommt
Der Markt für Wohnwagen und Wohnmobile in Deutschland hat seit der COVID-19-Pandemie einen deutlichen Wandel durchlaufen. Jüngere, digital affinitere Käufer sind hinzugekommen und ersetzen nach und nach die traditionelle, ältere Kundschaft. Diese Veränderung wurde durch einen Nachfrageschub während der Lockdowns vorangetrieben, als flexible Reiseoptionen an Beliebtheit gewannen.
Der Branchenverband CIVD, der die Interessen der Caravaning-Branche in Deutschland und Europa vertritt, hat gemeinsam mit GfK Consumer Insights eine Studie in Auftrag gegeben, um diese Entwicklungen zu analysieren. Die Ergebnisse zeigen, dass die Neulinge im Campingbereich, die während der Pandemie hinzukamen, sich deutlich von den langjährigen Kunden unterscheiden: Sie sind jünger, technikaffiner, teilen jedoch die gleichen Grundwerte in Bezug auf Natur und Freiheit.
Vor und während der Pandemie verdoppelten sich die jährlichen Verkaufszahlen von Wohnwagen und Wohnmobilen nahezu, da viele Menschen nach autarken Reisemöglichkeiten suchten. Aktuell sorgen jedoch wirtschaftliche Belastungen, geopolitische Unsicherheiten und Lieferkettenprobleme für einen spürbaren Rückgang der Nachfrage.
Der CIVD, der auch die CARAVAN SALON in Düsseldorf organisiert, plant nun, seine Marketingstrategie anzupassen, um die jüngere Zielgruppe gezielter anzusprechen. Künftige Studien sollen Kaufabsichten und aufkommende Trends in der Branche weiter verfolgen.
Die Pandemie hat den Caravaning-Markt durch eine neue Generation von Käufern geprägt. Zwar sind die Verkaufszahlen aufgrund äußerer Herausforderungen zwischenzeitlich gesunken, doch die Branche passt ihre Strategien an die veränderten demografischen Gegebenheiten an. Die laufenden Untersuchungen des CIVD werden diese Bemühungen in den kommenden Jahren begleiten.






