27 December 2025, 09:01

Warum Essen von Hexenprozessen verschont blieb – ein historischer Vortrag

Eine Gruppe von Frauen, die auf Stühlen sitzen und Geigen spielen, mit einem Buch auf einem Ständer, einer Tür, einer Säule, einem Vorhang und einem Fenster im Hintergrund.

Warum Essen von Hexenprozessen verschont blieb – ein historischer Vortrag

Öffentlicher Vortrag: Hexenprozesse in Essen – eine historische Betrachtung

Am 5. Dezember 2025 findet in Essen ein kostenloser öffentlicher Vortrag über die Geschichte der Hexenverfolgung statt. Dr. Claudia Kauertz, Leiterin des Hauses der Essener Geschichte/Stadtarchiv, wird die Diskussion von 18:00 bis 19:30 Uhr im Volkshochschule (VHS) Essen leiten.

Unter dem Titel „Hexenprozesse in Essen: Eine historische Analyse“ wird untersucht, warum es in Essen deutlich weniger Hexenprozesse gab als in benachbarten Regionen. Zwischen 1585 und 1632 – eine Zeit, in der die Stadt unter kirchlicher Herrschaft stand – sind keine dokumentierten Prozesse überliefert, während andere Gebiete von massiven Verfolgungen betroffen waren.

Die Teilnehmer:innen erfahren, wie politische und religiöse Strukturen die Intensität der Hexenjagden prägten. Während anderswo systematische Verfolgungen stattfanden, blieb Essen weitgehend verschont. Der Vortrag nutzt die Stadt als Fallbeispiel, um regionale Unterschiede in der historischen Hexenverfolgung aufzuzeigen.

Der Eintritt ist frei, allerdings wird um vorherige Anmeldung gebeten. Die Buchung ist online über die Website der VHS Essen unter der Kursnummer 252.1B004N möglich.

Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, Essens besondere Rolle während der europäischen Hexenprozesse zu verstehen. Dr. Kauertzs Forschung zeigt, wie lokale Herrschaftsstrukturen das Ausbleiben von Anklagen begünstigten. Interessierte können sich über das Anmeldesystem der Volkshochschule einen Platz sichern.