29 January 2026, 16:04

Verena Schäffer wird neue Familienministerin in NRW – ein Porträt der Aufsteigerin

Ein deutsches Propagandaplakat mit einer Frau mit langen Haaren, mit Text, der wahrscheinlich Informationen über sie enthält.

Verena Schäffer wird neue Familienministerin in NRW – ein Porträt der Aufsteigerin

Verena Schäffer ist als neue Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flüchtlinge und Integration in Nordrhein-Westfalen vereidigt worden. Die 39-jährige Politikerin der Grünen legte ihren Amtseid am 28. Januar 2026 im Düsseldorfer Landtag ab. Ihre Ernennung folgt auf den Rücktritt von Josefine Paul, die nach Kommunikationspannen innerhalb der Landesregierung von ihrem Amt zurückgetreten war.

Schäffers politische Laufbahn begann früh: Schon als Teenager trat sie den Grünen bei und wurde mit nur 19 Jahren Vorstandsmitglied der Grünen Jugend in Nordrhein-Westfalen. Mit 24 Jahren zog sie als jüngste Abgeordnete damals für den Wahlkreis Ennepe-Ruhr-Kreis II in den Landtag ein.

Im Laufe der Jahre machte sie sich einen Namen als Fürsprecherin für Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Antidiskriminierungspolitik und Frauenrechte. Seit 2010 war sie Landtagsabgeordnete und setzte sich unter anderem für die Einrichtung eines "Kinderzimmers" im Parlamentsgebäude ein. Ihre Führungsrolle festigte sich weiter, als sie von Oktober 2020 bis Januar 2026 gemeinsam mit Josefine Paul und später Wibke Bruns die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag innehatte. In dieser Zeit konzentrierte sie sich besonders auf Innenpolitik und die Bekämpfung des Rechtsextremismus.

Bei ihrer Vereidigung hob die stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur Schäffers politische Erfahrung, ihre Führungsstärke und ihren ausgeprägten moralischen Kompass hervor. Neubaur würdigte zudem ihre zentrale Rolle bei der Stabilisierung der Landesregierung als Fraktionschefin. Schäffer, selbst Mutter von zwei Kindern, hat wiederholt die Notwendigkeit einer besseren Vereinbarkeit von Familie und politischer Karriere betont.

Nun übernimmt sie die Leitung eines Ressorts, das Kinder, Jugend, Gleichstellung und Integration umfasst. Ihr schneller Aufstieg und ihre inhaltlichen Schwerpunkte deuten auf eine pragmatische und engagierte Amtsführung hin. Die Stabilität der Regierung und ihr bisheriges Wirken als Fürsprecherin werden voraussichtlich ihre künftigen Prioritäten prägen.