Uwe Rösler führt den VfL Bochum mit Shorts und Siegesserie aus der Krise
Felix SchneiderUwe Rösler führt den VfL Bochum mit Shorts und Siegesserie aus der Krise
Seit Uwe Rösler Anfang Oktober 2023 das Traineramt beim VfL Bochum übernommen hat, hat sich das Blatt für den Verein gewendet. Unter seiner Führung hat die Mannschaft mit vier Siegen in sechs Spielen die Abstiegszone verlassen. Rösler, bekannt für seinen unkonventionellen Ansatz, sorgt auch mit einer ungewöhnlichen Gewohnheit für Aufmerksamkeit: Er trägt bei jedem Wetter kurze Hosen.
Sein Entschluss, in Shorts aufzutreten, datiert zurück auf sein erstes Spiel als Trainer, als die milden Temperaturen dies angenehm machten. Selbst als die Quecksilbersäule sank, blieb er dabei und wies Spekulationen zurück, es handele sich um eine bewusste Hommage an Bochums Arbeiterklassen-Wurzeln. Auch eine jüngste Niederlage hat seinen Aberglauben nicht erschüttert – von einer Umstellung auf lange Hosen will er nichts wissen.
Bevor Rösler nach Bochum kam, trainierte er Vereine wie Dynamo Dresden und den 1. FC Magdeburg. Seine aktive Karriere umfasste Stationen bei Dynamo Dresden sowie bei den Magdeburger Rivalen Lok und Chemie. Über die deutschen Grenzen hinaus hat er sich einen Namen damit gemacht, eine enge Bindung zu den Fans aufzubauen – unter anderem als Coach in Dänemark, Schweden und Norwegen.
Auf dem Platz ist Röslers Einfluss unübersehbar: Unter ihm verzeichnet Bochum vier Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage. Der Trainer betont stets, wie wichtig es ist, die Zuschauer zu unterhalten, und feiert Siege oft gemeinsam mit den Spielern vor den Rängen. Jetzt geht es darum, die Zukunft des Vereins langfristig zu sichern.
Mit dem Aufstieg in der Tabelle zeigen Röslers Methoden – sowohl taktisch als auch eigenwillig – Wirkung. Die verbesserte Leistung der Mannschaft und sein Engagement für die Fans deuten auf eine stabile Phase hin. Vorerst bleibt es also bei den kurzen Hosen – und beim Kampf um Konstanz in der Bundesliga.