Ungewisse Zukunft: Q1-Jugendzentrum vor der Schließung oder teurer Rettung
Moritz NeumannUngewisse Zukunft: Q1-Jugendzentrum vor der Schließung oder teurer Rettung
Die Zukunft des Q1-Jugendzentrums bleibt ungewiss, da der desolate Zustand des Gebäudes ernste Bedenken aufwirft. Das 73 Jahre alte Haus, in dem sowohl ein Jugendzentrum als auch eine Pfadfindergruppe untergebracht sind, könnte aus Sicherheitsgründen und wegen der hohen Sanierungskosten nicht erhalten bleiben. Eine endgültige Entscheidung fällt in der Stadtratssitzung am 24. März.
Die Stadtverwaltung hat zwei mögliche Wege für das Gebäude skizziert. Die erste Option sieht eine Komplettsanierung für rund neun Millionen Euro vor, wobei die Arbeiten mindestens 31 Monate dauern würden. Als Alternative schlägt die Verwaltung eine Übergangslösung vor: dringend notwendige Sicherheitsreparaturen durchzuführen und später einen Umzug an einen neuen Standort zu planen.
Die Evangelische Kirche, der das Gebäude gehört, hat sich bereit erklärt, den Mietvertrag bis Oktober 2026 zu verlängern. Diese vorübergehende Regelung ermöglicht es dem Jugendzentrum und der Pfadfindergruppe, vorerst im Gebäude zu bleiben. Während die Pfadfinder beide vorgeschlagenen Optionen ablehnen, unterstützt die evangelische Gemeinde einen Umzug.
Die Kosten für Teilreparaturen sind noch unklar, dürften aber ebenfalls im Millionenbereich liegen. Ohne ein konkretes Finanzierungskonzept bleibt die langfristige Zukunft des Gebäudes in der Schwebe.
Im März wird der Stadtrat über das Schicksal des Hauses abstimmen. Falls sich keine tragfähige Lösung findet, könnten das Jugendzentrum und die Pfadfinder dauerhaft umziehen müssen. Die Entscheidung wird zeigen, ob die marode Immobilie saniert oder aufgegeben wird.