UNESCO-Welterbe Zollverein wird zum lebendigen Ort der Jugenddemokratie
Moritz NeumannUNESCO-Welterbe Zollverein wird zum lebendigen Ort der Jugenddemokratie
UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen wird am 14. Februar 2025 zum Zentrum politischer Jugendbeteiligung
Am Freitag, dem 14. Februar 2025, entwickelte sich das UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen zu einem lebendigen Ort der politischen Bildung für junge Menschen. Im Rahmen der bundesweiten U18-Juniorwahl, einer Simulation der Bundestagswahl, konnten Kinder und Jugendliche ihre Stimme abgeben. Begleitet wurde die Aktion von Workshops, einer Kunstinstallation und dem "OMNIBUS für direkte Demokratie", der über Mitbestimmung informierte.
Zwischen 10:00 und 17:30 Uhr besuchten über 300 Schülerinnen und Schüler das Wahllokal in der Kokskohlebunker-Halle am Werner-Müller-Platz. Die U18-Wahl, eine Initiative zur Heranführung junger Menschen an demokratische Prozesse, ermöglichte ihnen eine realistische Wahlteilnahme. Die vorläufigen Ergebnisse für ganz Deutschland, die einzelnen Bundesländer und Wahlkreise werden voraussichtlich ab 22:00 Uhr auf der Website www.u18.org veröffentlicht.
In unmittelbarer Nähe stand der OMNIBUS für direkte Demokratie, der über Bürgerbeteiligung und direkte Mitbestimmung aufklärte. Bis einschließlich Samstag, dem 22. Februar 2025, bleibt der Bus auf dem Zollverein-Gelände und setzt seine Aufklärungsarbeit fort.
Zwei Demokratie-Workshops fanden im Global Gate statt, einer künstlerischen Interpretation des Berliner Brandenburger Tors. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten ihre politischen Ideen auf einer großen Leinwand zum Ausdruck und verwandelten die Installation so in einen Raum kreativer Auseinandersetzung. Das Global Gate selbst symbolisiert als Mahnmal für Demokratie und Freiheit auf dem Werner-Müller-Platz diese Werte.
Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen lobte die Veranstaltung als wichtigen Schritt der politischen Bildung: "Solche Formate sind entscheidend, um junge Menschen für Demokratie zu begeistern." Auch Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Stiftung Zollverein, betonte die Verantwortung des UNESCO-Welterbes, demokratische Teilhabe zu fördern.
Die U18-Wahl auf Zollverein gab Hunderten Schülerinnen und Schülern eine praktische Erfahrung des Wählens. Durch die Verbindung von Bildung, Kunst und bürgerschaftlichem Engagement wurde politisches Bewusstsein gestärkt. Die Ergebnisse werden noch am 14. Februar bekannt gegeben, während der OMNIBUS für direkte Demokratie seine Arbeit bis zum 22. Februar fortsetzt.






