Über 800 Creator entdecken sich bei VideoDays, um die Zukunft von Online-Inhalten zu diskutieren
Admin UserKöln VideoDays: Creator setzen auf Diversität und Popkultur - Über 800 Creator entdecken sich bei VideoDays, um die Zukunft von Online-Inhalten zu diskutieren
Über 800 Content-Creator trafen sich in Köln zu den VideoDays – ein Festival, das die sich wandelnde Welt der Online-Inhalte und ihre Herausforderungen in den Fokus rückte. Tobias Schiwek, Geschäftsführer von We Are Era, eröffnete die Veranstaltung mit einem Verweis auf die beiden Extreme im digitalen Content: ultrakurze Clips und stundenlange Livestreams. Das in Deutschland ausgetragene Festival widmete sich auch dem wachsenden Einfluss digitaler Plattformen auf klassische Medien. Schiwek betonte, dass Formate heute oft zunächst online eine Fangemeinde finden, bevor sie den Sprung in die traditionellen Medien schaffen. Auf der Bühne wurden drängende Themen wie psychische Gesundheit, Nachhaltigkeit und Fehlinformationen diskutiert – ein Zeichen für die zunehmende Reife der Online-Content-Szene. Zu den Gästen zählten bekannte Videoblogger wie Tomatolix, laserluca und die 31-jährige NikkieTutorials. Die VideoDays Awards, die Creator in 19 Kategorien auszeichnen, werden die Erfolge dieser Influencer zusätzlich würdigen. Unterdessen wird aus den USA berichtet, dass soziale Netzwerke unabhängige Faktenchecks zurückfahren und weniger gegen Hassrede vorgehen – eine Entwicklung, die Fragen zur Rolle der Plattformen in der öffentlichen Meinungsbildung aufwirft. Während die Niederlande bei der Regulierung sozialer Medien noch keine klare Position beziehen, könnte der Digital Services Act der EU nationale Politik beeinflussen. Tobias Schiwek plädiert jedoch eher für eine Stärkung der Medienkompetenz als für strengere Vorschriften: Nutzer kritisch und selbstbewusst durch Online-Inhalte zu begleiten, sei der vielversprechendere Ansatz.