25 February 2026, 20:04

Timothée Chalamets dünner Schnurrbart in Marty Supreme wird zum Frühlings-Hit

Ein altes Foto eines Mannes mit Schnurrbart und Bart, der einen Anzug und eine Krawatte trägt und direkt in die Kamera schaut.

Timothée Chalamets dünner Schnurrbart in Marty Supreme wird zum Frühlings-Hit

Timothée Chalamets dünner Schnurrbart in Marty Supreme könnte zum Frühlings-Trend werden

Der zarte Schnurrbart, den Timothée Chalamet in Marty Supreme trägt, löst eine mögliche Pflegetrendwelle für den Frühling aus. Der Look bietet eine unkomplizierte, experimentierfreudige Option für alle, die mit Gesichtshaaren liebäugeln, aber noch keine dauerhafte Verpflichtung eingehen möchten. Seine Renaissance folgt einem breiteren Comeback des Bleistiftschnurrbarts unter Hollywood-Stars wie Justin Bieber, Paul Mescal und Jacob Elordi.

Der Reiz dieses Schnurrbarts liegt in seinem lässigen, unperfekten Stil – weniger ein durchstilisiertes Statement als ein verspieltes Experiment. Im Gegensatz zu den akkurat getrimmten Varianten vergangener Zeiten wirkt diese Version spontan, fast ein wenig ungepflegt. Chalamets Interpretation des Trends könnte ihn nun wieder in den Mainstream tragen.

Ursprünglich ließ sich der Schauspieler den Schnurrbart für seine Rolle als Marty Mauser in Marty Supreme wachsen, einem Film unter der Regie von Josh Safdie. Die Handlung spielt im New Yorker Lower East Side der 1950er-Jahre und erzählt von einem tischtennisbegeisterten Außenseiter, inspiriert vom realen Pingpong-Champion Marty Reisman. Der Gesichtshaar-Look sollte die zurückhaltende Männlichkeit der Epoche widerspiegeln – doch dass Chalamet ihn auch nach den Dreharbeiten beibehielt, deutet darauf hin, dass es mehr als nur eine Kostümentscheidung sein könnte.

Der dünne Schnurrbart blickt auf eine wechselvolle Popkultur-Geschichte zurück. In den 1950er-Jahren, nach dem Zweiten Weltkrieg, stand er für Autorität und traditionelle Männlichkeit, getragen von Persönlichkeiten wie Stalin oder Clark Gable. In den 1960er- und 70er-Jahren wurde er zum Symbol des Aufbegehrens, übernommen von Hippies und Rockstars wie den Rolling Stones. In den 2010er-Jahren erlebte er eine ironische Wiedergeburt – befördert durch Movember-Kampagnen und Figuren wie Ron Swanson aus Parks and Recreation. Heute spiegelt er fließende Geschlechterausdrücke wider, taucht in der K-Pop-Szene, auf TikTok und bei queeren Ikonen wie Harry Styles auf.

Die neue Generation der Schnurrbartträger lehnt Perfektion ab. Statt strenger Pflege wirkt der Look weicher, nachsichtiger – fast so, als wäre er über Nacht gewachsen. Chalamets Version mit ihren leichten Asymmetrien verkörpert diesen entspannten Ansatz. Es geht weniger um Präzision als um persönlichen Ausdruck, passend zu einem größeren kulturellen Wandel hin zu Inklusivität und Selbstexperimenten.

Dass der Schnurrbart – zuerst im Film, nun im Alltag – zurückkehrt, zeigt, wie Pflegetrends mit gesellschaftlichen Einstellungen wandern. Chalamets Interpretation macht den Look zugänglich, indem sie vintage-inspirierte Eleganz mit moderner Lässigkeit verbindet. Sollte sich der Trend durchsetzen, könnte er Gesichtshaar neu definieren: nicht als makelloses Statement, sondern als spielerischen Ausdruck.

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