17 April 2026, 16:04

Tim Mälzer startet als "Artist in Residence" mit Streitkultur und veganen Michelin-Träumen

Tim Mälzer: "Warten und Langeweile sind nicht mein Ding"

Tim Mälzer startet als "Artist in Residence" mit Streitkultur und veganen Michelin-Träumen

Sternkoch Tim Mälzer hat seine Tätigkeit als "Artist in Residence" am Square-Lernzentrum der Universität St. Gallen aufgenommen. An seinem ersten Tag bezeichnete er die Atmosphäre als herzlich und zeigte sich begeistert von den geplanten Debatten und Workshops während seines Aufenthalts.

Mälzers erster Workshop widmet sich der Frage, ob vegane Apéritif-Gerichte Michelin-Stern-Niveau erreichen können. Die Veranstaltung spiegelt seine Überzeugung wider, dass die Gastronomie ständige Innovation und praktisches Engagement erfordert.

Neben dem Kochen bereitet er sich auf eine kontroverse Diskussion mit Professor Oliver Gassmann über Unternehmertum vor. Obwohl er nervös ist, hofft Mälzer auf einen lebhaften Austausch – denn eine offene Debattenkultur sei in der heutigen Gesellschaft viel zu selten. Er kritisiert die aktuelle Generation dafür, Kritik zu meiden, und wirft ihr vor, dass der übertriebene Wunsch nach Konfliktvermeidung dazu führe, dass Menschen sich gegenseitig nicht mehr herausforderten.

Seine Haltung erstreckt sich auch auf das Universitätsleben: Mälzer ist überzeugt, dass Studierende ihr Studium mit Demut angehen sollten – schließlich sei es ein Privileg, an einer Elitehochschule wie St. Gallen zu lernen. Zudem betont er, dass Erfolg in der Gastronomie von Teamarbeit abhängt, nicht allein von individuellem Talent, und dass Harmonie Zeit braucht.

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Mälzers Arbeit in der Spitzenküche verlangt von ihm, gleichzeitig auf mehreren Ebenen zu agieren – oft direkt in den Küchen präsent. Dieser praxisnahe Ansatz prägt seine Sicht auf Führung, Zusammenarbeit und den Wert konstruktiver Konflikte.

Während seiner Residenz wird der Koch sowohl kulinarische Experimente als auch intellektuelle Debatten anbieten. Sein Aufenthalt in St. Gallen soll Diskussionen über Kreativität, Teamarbeit und die Rolle von Kritik für die berufliche Entwicklung anregen. Die Universitätsgemeinschaft darf sich auf seine ungewöhnliche Mischung aus Gastronomie und Streitkultur freuen.

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