10 November 2025, 14:02

Till Lindemann und Joey Kelly begeistern Fans trotz Proteste und Ortswechsel

Ein Schwarz-Weiß-Bild von protestierenden Menschen mit Plakaten und einem Einkaufszentrum im Hintergrund.

Till Lindemann und Joey Kelly begeistern Fans trotz Proteste und Ortswechsel

Die Werbeveranstaltung von Till Lindemann und Joey Kelly für ihr neues Fotobuch wurde aufgrund von Online-Protesten vom linksalternativen Astra Kulturhaus in den Rammstein-Shop verlegt. Trotz des Ortswechsels stellten sich Fans stundenlang an, um die beiden zu treffen.

Die Veranstaltung im Berliner Stadtteil Wilhelmsruh zog sogar Fans an, die über Nacht campierten, um sich einen Platz in der Schlange zu sichern. Darunter war auch die 17-jährige Emma, die ihre kurze Begegnung mit Lindemann als „unglaublich krass“ beschrieb. Ihre Mutter hingegen nachvollziehbar die Boykottaufrufe – sie äußerte Bedenken wegen der Eignung der Inhalte für Minderjährige und fand den ursprünglichen Veranstaltungsort unpassend.

Gegner hatten zu Protesten gegen Lindemann aufgerufen, dem Machtmissbrauch und sexuelles Fehlverhalten vorgeworfen werden. Viele Fans vor Ort sahen dies jedoch anders: Sie glaubten entweder, dass kein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten vorlag, oder dass nichts bewiesen sei. Die Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen eingestellt, eine Anklage gegen Lindemann kam nicht zustande.

Trotz der Kontroverse fand die Signierstunde von Lindemann und Kelly wie geplant statt. Die Besucher verließen die Veranstaltung mit diversen Rammstein-Merchandise-Artikeln – der Wechsel des Veranstaltungsorts schien die Begeisterung der Fans nicht zu schmälern.