22 April 2026, 14:10

Telemedizin-Station in Winterberger Apotheke kurz vor Start gestoppt – Betreiber legt Widerspruch ein

Eine Apothekerin in einem weißen Kittel hält eine Flasche, während sie mit einem Kunden in einem Apothekengang spricht, der mit Regalen voller medizinischer Versorgungsmittel gesäumt ist.

Telemedizin-Station in Winterberger Apotheke kurz vor Start gestoppt – Betreiber legt Widerspruch ein

Telemedizin-Station in Winterberger Franziskus-Apotheke von Landesbehörde blockiert

Eine Telemedizin-Station in der Franziskus-Apotheke in Winterberg wurde von der zuständigen Apothekerkammer gestoppt. Die 60.000 Euro teure Medivise-Einheit sollte am 18. Dezember installiert werden – kurz vor der geplanten Wiedereröffnung der Apotheke. Betreiber Jürgen Schäfer hat nun offiziell Widerspruch gegen die Entscheidung eingelegt.

Die Apothekerkammer griff nur einen Tag vor der geplanten Inbetriebnahme ein und begründete dies mit Bedenken zur Rechtmäßigkeit. Die Behörde argumentierte, dass eine Arztstation innerhalb einer Apotheke gegen Vorschriften zur Patientenüberweisung verstoßen könnte. Bisher liegt jedoch keine schriftliche Begründung für das Verbot vor.

Der Hersteller Medivise betont hingegen, dass die Station alle gesetzlichen Anforderungen erfülle. Das Unternehmen verweist auf § 129 Absatz 5h des fünften Sozialgesetzbuchs (SGB V), der Telemedizin-Sprechstunden in Apotheken ausdrücklich erlaubt.

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Schäfer hatte die Station für den täglichen Betrieb nutzen wollen – etwa zur Verwaltung von Wiederholungsrezepten oder zur Unterstützung von Kunden, die ihre Unterlagen vergessen haben. Trotz des Rückschlags plant er weiterhin, die Apothekenleitung zu Beginn des nächsten Jahres an seine Mitarbeiterin Jasmin Ennulath zu übergeben.

Der Streit lässt die Zukunft der Telemedizin-Station vorerst ungewiss. Schäfers Widerspruch wird entscheiden, ob die Installation doch noch erfolgen kann. Bei Erfolg könnte die Einheit unter Ennulaths Führung noch Teil des Apothekenangebots werden.

Quelle