Taylor Swift wehrt sich mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme und Bilder
Felix SchneiderTaylor Swift wehrt sich mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme und Bilder
Taylor Swift hat rechtliche Schritte eingeleitet, um ihre Stimme und ihr Bild vor unberechtigter Nutzung durch KI zu schützen. Ihr Unternehmen reichte im April 2023 drei Markenanmeldungen beim US-Patent- und Markenamt (USPTO) ein. Dieser Schritt folgt auf wiederholten Missbrauch ihres Abbilds in KI-generierten Inhalten, darunter Deepfake-Bilder und Chatbot-Imitationen.
Die Anmeldungen, eingereicht im Namen von Swifts TAS Rights Management, wurden erstmals vom Fachanwalt für geistiges Eigentum, Josh Gerben, öffentlich gemacht. Zwei der Anträge beziehen sich auf Klangmarken für ihre Stimme, konkret die Phrasen "Hey, hier ist Taylor Swift" und "Hey, hier ist Taylor". Ein dritter Antrag zielt auf den Schutz eines bestimmten visuellen Motivs ab: ein Foto von Swift, wie sie eine pinke Gitarre hält, in einem mehrfarbigen, schillernden Body gekleidet ist und auf einer pinken Bühne steht.
Markenrechte schützen traditionell nicht das allgemeine Erscheinungsbild oder die Stimme einer Person. Swifts Anträge sollen jedoch stärkere rechtliche Mittel gegen KI-generierte Fälschungen schaffen. Ihr Abbild wurde bereits ohne Zustimmung ausgenutzt – etwa in Deepfake-Pornografie oder in unautorisierten Antworten von Metas KI-Chatbots.
Die Unterhaltungsbranche zeigt sich zunehmend besorgt über die Fähigkeit von KI, Stimmen und Bilder von Künstlern ohne Erlaubnis zu reproduzieren. In einem anderen Fall schickte Disney im Dezember 2025 einen Unterlassungsbrief an Google und warf der Gemini-KI-Plattform vor, kopierte Versionen geschützter Figuren zu erzeugen. Bundesweite Markenklagen können als wirksame Abschreckung dienen und es Künstlern ermöglichen, Missbrauch gerichtlich anzufechten.
Swifts Markenanmeldungen deuten auf einen proaktiven Ansatz hin, um ihre öffentliche Identität zu kontrollieren. Sollten sie genehmigt werden, könnten sie einen Präzedenzfall für andere Künstler schaffen, die mit ähnlichen KI-bedingten Bedrohungen konfrontiert sind. Die rechtlichen Schutzmaßnahmen würden klarere Grundlagen bieten, um die unberechtigte Nutzung ihrer Stimme und ihres Bildes in Zukunft anzugreifen.






