Streit um Ohligser Cityring: 250 Parkplätze drohen zu verschwinden
Pläne zur Neugestaltung des Ohligser Cityrings sorgen für Streit – bis zu 250 Parkplätze könnten wegfallen
Die Pläne zur Umgestaltung des Ohligser Cityrings haben eine Kontroverse ausgelöst, da dabei bis zu 250 Parkplätze verloren gehen könnten. Bezirksbürgermeister Dirk Westkämper (parteilos) übt scharfe Kritik an den Vorschlägen und warnt, diese könnten ansässige Unternehmen und Anlieger belasten. Auf einer jüngsten Sitzung des Bezirksrats OAM wurde das Thema nach massivem Widerstand der CDU-Fraktion vertagt.
Im Rahmen der Neuordnung der Verkehrswege in Ohligs plant die Stadt eine neue Fahrradspur sowie Änderungen an der Führung des Cityrings. Durch die Radweg-Anlage könnten etwa 70 Stellplätze entfallen, durch die Umgestaltung des Cityrings weitere 100. Westkämper wirft der Stadtverwaltung vor, die Folgen dieses Parkplatzschwunds – besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten für den Einzelhandel – zu unterschätzen.
Die CDU-Fraktion bezeichnete die aktuellen Pläne als "inakzeptabel" und forderte Nachbesserungen am lokalen Verkehrsentwicklungskonzept. Man bestehe auf tragfähige Lösungen, bevor Änderungen umgesetzt würden. Westkämper schloss sich dieser Haltung an und betonte, dass Gewerbetreibende und Anlieger vor Entscheidungen angemessen beteiligt werden müssten.
Als Alternativen schlagen Verantwortliche einen neuen Parkplatz mit 400 Stellplätzen in der Nähe des Bahnhofs, temporäre Parkflächen entlang des Cityrings sowie die Umwidmung bestehender Flächen außerhalb des Zentrums vor. Westkämper zeigt sich gesprächsbereit, pocht jedoch auf einen "vernünftigen Kompromiss", der die Bedürfnisse von Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern gleichermaßen berücksichtigt. Übereilte Beschlüsse, so seine Warnung, könnten die Spannungen zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern weiter verschärfen.
Derzeit ruhen die Pläne, nachdem der Bezirksrat eine Abstimmung verschoben hat. Westkämper machte deutlich, dass eine endgültige Entscheidung vor allem eines sicherstellen müsse: Fairness – und keine zusätzliche Belastung für den lokalen Handel.
Neugestaltung des Ohligser Cityrings bleibt vorerst in der Schwebe Nach Widerstand von Politikern und Wirtschaftsverbänden steckt die geplante Umgestaltung des Cityrings fest. Ohne Überarbeitung der Pläne könnte der Wegfall von Parkplätzen Kundschaft und Händler in einer ohnehin angespannten Wirtschaftslage weiter treffen. Bevor das Projekt vorankommt, muss die Stadt die Bedenken ausräumen.






