Straßenbahnverlängerung S42: Krefeld und Willich prüfen Machbarkeit gemeinsam
Noah MayerStraßenbahnverlängerung S42: Krefeld und Willich prüfen Machbarkeit gemeinsam
Die geplante Verlängerung der Straßenbahnlinie S42 von Krefeld nach Willich hat einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Lokale Politiker haben sich darauf verständigt, das Projekt zu prüfen – allerdings wurden noch keine Finanzierungszusagen oder Baupläne genehmigt. Im Mittelpunkt steht zunächst die Machbarkeitsprüfung, bevor konkrete Verpflichtungen eingegangen werden.
Die Willicher SPD setzt sich seit Januar für die Straßenbahnverlängerung ein, als sie einstimmig forderte, das Vorhaben in die Planungsgespräche aufzunehmen. Ihre Initiative führte dazu, dass ein gemeinsamer Fachausschuss eine Machbarkeitsstudie mit Krefeld prüft – allerdings erst, nachdem die landesweite Bedarfsanalyse für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) abgeschlossen ist.
Krefeld rät dazu, die Bewertung des Landes abzuwarten, bevor weitere Schritte unternommen werden. Beide Städte würden idealerweise die Kosten für die Machbarkeitsstudie hälftig tragen, um von Anfang an finanzielle Klarheit zu schaffen. SPD-Ratsmitglied Lukas Siebenkotten bezeichnete die Studie als einen "sinnvollen und notwendigen" nächsten Schritt.
Das Projekt steht im Einklang mit einem Wahlversprechen, und die Verwaltung wurde nun damit beauftragt, die Vorzüge der Verlängerung zu prüfen. Bisher gibt es jedoch weder Finanzierungszusagen noch Baubewilligungen. Die Verlängerung ist Teil der übergeordneten Verkehrsplanung in Nordrhein-Westfalen, wo bereits ähnliche Straßenbahn- und Schienenprojekte in der Rhein-Ruhr-Region umgesetzt werden – etwa der Ausbau der S-Bahn in Düsseldorf.
Die Straßenbahnverlängerung bleibt vorerst in der Prüfphase, ohne dass finanzielle oder bauliche Entscheidungen getroffen wurden. Als nächster Schritt steht eine gemeinsame Machbarkeitsstudie mit Krefeld an – allerdings erst nach Vorliegen der landesweiten Bewertung. Die Zukunft des Projekts hängt von der wirtschaftlichen Tragfähigkeit, der Kostenaufteilung und der Übereinstimmung mit den regionalen Verkehrsbedürfnissen ab.






