Stichwahl in Solingen: Briefwahl-Rücklauf sinkt auf 73,3 Prozent
Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Solingen: Rücklauf der Briefwahlstimmen niedriger als bei der Hauptwahl
Bei der Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Solingen ging ein geringerer Anteil der Briefwahlunterlagen zurück als bei der Hauptwahl. Wie die Behörden mitteilten, wurden 73,3 Prozent der Stimmzettel zurückgesandt – ein Rückgang im Vergleich zu früheren Wahlbeteiligungswerten. Enge Postfristen und logistische Herausforderungen trugen zu dem Rückgang bei.
Die Stadt hatte sich auf die kurze Vorbereitungszeit eingestellt, indem sie frühzeitig Kontakt mit der Deutschen Post aufnahm. Der Postdienstleister bestätigte zwar, die Lieferfristen einhalten zu können, doch blieben Bedenken hinsichtlich des Zeitplans bestehen. Um den Wählern entgegenzukommen, stellte Solingen bis zum Mittag des 27. September Ersatzunterlagen aus.
Insgesamt wurden in der Stichwahl 16.415 Stimmen ausgezählt, davon 17.763 per Briefwahl abgegeben. Weitere 1.348 Wähler reichten ihre Stimmen persönlich in den Wahllokalen ein. Allerdings sandten 6.466 Wahlberechtigte ihre Briefwahlunterlagen überhaupt nicht zurück.
Die Rücklaufquote lag bei dieser Stichwahl bei 73,3 Prozent – niedriger als die 81 Prozent bei der Stichwahl 2015 und deutlich unter den 91,38 Prozent, die damals bei der Hauptwahl verzeichnet wurden. Die Behörden wiesen darauf hin, dass Stichwahlen in der Regel eine geringere Beteiligung aufweisen als die erste Wahlrunde. Rund ein Viertel der Antragsteller gab die Unterlagen nicht zurück und konnte somit nicht wählen.
Die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl wurde durch Postverzögerungen und den kurzen Abstand zwischen den Wahlgängen beeinträchtigt. Mit 16.415 ausgezählten Stimmen spiegeln die Ergebnisse die Schwierigkeiten wider, eine zweite Wahl unter straffen Zeitvorgaben zu organisieren. Die Bemühungen der Stadt, Ersatzunterlagen bereitzustellen, halfen zwar einigen Wählern, doch eine beträchtliche Zahl nahm dennoch nicht an der Wahl teil.






