11 February 2026, 08:02

Steuerrazzia gegen 7.000 Influencer: NRW geht gegen Verdacht auf Betrug vor

Ein aufgeschlagenes Buch mit handgeschriebener Schrift, wahrscheinlich ein Dokument aus der Bundesrepublik Deutschland, mit Wasserzeichen am unteren Rand.

Steuerfahnder durchleuchten 7.000 Influencer in NRW - Steuerrazzia gegen 7.000 Influencer: NRW geht gegen Verdacht auf Betrug vor

Behörden in Nordrhein-Westfalen leiten Großrazzia gegen über 7.000 Social-Media-Influencer ein

Die Ermittlungen konzentrieren sich auf möglichen Steuerbetrug, nachdem umfangreiche Finanzdaten ausgewertet wurden. Bereits im vergangenen Jahr war eine spezielle Ermittlungseinheit eingerichtet worden, um solche Fälle zu bearbeiten.

Das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF NRW) hat Unterlagen von verschiedenen Online-Plattformen angefordert. Die Akten enthalten tausende Einträge zu Einnahmen und finanziellen Aktivitäten von Influencern. Nun prüfen die Beamten jeden Einzelfall, um festzustellen, ob Steuern in voller Höhe abgeführt wurden.

Die sogenannte "Influencer-Taskforce" wurde 2023 innerhalb der Steuerfahndung NRW ins Leben gerufen. Ihre Aufgabe ist es, die wachsende Zahl digitaler Content-Creator zu überprüfen, bei denen der Verdacht auf nicht deklarierte Einkünfte besteht. Zwar liegen keine genauen Zahlen zu bundesweiten Ermittlungen vor, doch NRW bestätigte, dass bereits mehrere Strafverfahren eingeleitet wurden.

Auch andere Bundesländer ziehen nach und verschärfen ihre Kontrollen – ein Zeichen für eine bundesweite Offensive. Der Trend spiegelt die zunehmenden Bedenken wider, dass in der Influencer-Branche erhebliche Summen unversteuert bleiben.

Die Ermittlungen sollen klären, ob die betroffenen Influencer ihren steuerlichen Pflichten nachgekommen sind. Bei Verstößen drohen rechtliche Konsequenzen. Der Fall unterstreicht die strengere Überwachung digitaler Einkünfte in ganz Deutschland.