02 November 2025, 06:01

St. Peter und Paul Kirche: Der spirituelle Mittelpunkt und architektonische Schatz von Lindenberg

Eine Kirche ist prominent in der Mitte des Bildes zu sehen.

St. Peter und Paul Kirche: Der spirituelle Mittelpunkt und architektonische Schatz von Lindenberg

Die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Lindenberg erhebt sich als weithin sichtbares Symbol der religiösen Tradition und des wirtschaftlichen Wohlstands der Stadt. Erbaut im Jahr 1912, dient sie als Gotteshaus zu Ehren der Apostel Petrus und Paulus und spiegelt die Bedürfnisse sowie die Hingabe der Gemeinde wider. Die Kirche, die in einer Zeit entstand, als Lindenberg etwa 4.700 Einwohner zählte, zeugt vom Wachstum und Reichtum der Stadt. Mit 1.200 Sitzplätzen und Stehplatz für rund 3.000 Gläubige ist sie die größte im Allgäu. Ihre beiden Türme, jeweils 55 Meter hoch, sind nach der Basilika Ottobeuren die zweithöchsten der Region. An Allerheiligen, einem der bestbesuchten Tage des Jahres, versammeln sich zwischen 300 und 400 Gläubige in der Kirche. An diesem Tag ehren Katholiken die Heiligen als Glaubensvorbilder. 1945 verstarb Pater Rupert Mayer, ein Jesuit, der sich dem Nationalsozialismus widersetzte, mitten in seiner Predigt am Fest Allerheiligen. 1987 wurde er seliggesprochen. Die sieben Glocken der Kirche bilden mit einem Gesamtgewicht von 18.000 Kilogramm das schwerste Geläut der Diözese Augsburg. Trotz ihrer Größe ist die Kirche nur einmal im Jahr komplett gefüllt – während der Kinderchristmette am Heiligabend. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Lindenberg bleibt mit ihrer bewegten Geschichte und beeindruckenden Architektur ein spirituelles Zentrum für die Gemeinde. Ihre Verbindung zur Lebensgeschichte Pater Rupert Mayers mahnt bis heute an Glauben und Standhaftigkeit.