14 January 2026, 14:33

Spöttisches Gedicht über Baerbock und Habeck sorgt für Eklat im Auswärtigen Amt

Eine Gravur von Wolfgang Moritz Endter, ein Mann mit lockigen Haaren in einem schwarzen Kleid, mit der Inschrift "Wolfgang Moritz, Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland" unten.

"Bild": Aufruhr im Ministerium wegen internem Spottgedicht - Spöttisches Gedicht über Baerbock und Habeck sorgt für Eklat im Auswärtigen Amt

Ein spöttisches Gedicht, das zwei ehemalige deutsche Minister auf die Schippe nimmt, hat im Auswärtigen Amt für Aufsehen gesorgt. Das unter dem Titel 'Heizung aus, Pullover an' veröffentlichte Werk wurde zunächst im internen Ministeriumsmagazin abgedruckt, kurz darauf aber eilig wieder entfernt. Die scharfe Kritik richtete sich gegen Annalena Baerbock und Robert Habeck, die beide im September aus der Regierung ausscheiden.

Das Gedicht erschien in der hausinternen Mitarbeiterzeitschrift InternAA unter dem Pseudonym SIGGIG und trug den Untertitel 'Ken & Barbie'. Es zielte direkt auf die Politik von Baerbock und Habeck während ihrer Zeit in der Ampelkoalition ab. Zeilen wie 'Die Welt, feministisch entworfen, sollte gerettet werden – doch nicht alle lachten mit' oder 'Glatte Reden, ohne Können, vergaßen das Volk' machten die satirische Absicht unmissverständlich klar.

Das Auswärtige Amt distanzierte sich später von dem Beitrag und verwies darauf, dass InternAA redaktionell unabhängig agiere. Dennoch wurde das Gedicht aus der Digitalausgabe der Zeitschrift entfernt und durch einen Hinweis ersetzt. Die Löschung erfolgte nach interner Kritik, eine offizielle Begründung blieb jedoch aus. Baerbock schied im September als Außenministerin aus, um Präsidentin der UN-Generalversammlung zu werden. Habeck, der am selben Tag als Vizekanzler und Wirtschaftsminister zurücktrat, übernahm seitdem eine Position an einem dänischen Forschungsinstitut. Beide gaben ihre Bundestagsmandate auf.

Die Veröffentlichung und rasche Entfernung des Gedichts spiegeln die Spannungen innerhalb des Auswärtigen Amts wider. Baerbock und Habeck, mittlerweile nicht mehr in Regierungsverantwortung, haben sich neuen Aufgaben zugewandt – die eine in der internationalen Diplomatie, der andere in der Wissenschaft. Der Vorfall wirft Fragen über die Grenzen interner Kritik in offiziellen Publikationen auf.